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Staatliches Krisenmanagement

Innenminister Günther Platter übergab in einer außerordentlichen Sitzung des Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements eine neue Richtlinie für das Führen im Katastropheneinsatz.


Die Richtlinie wurde von einer Expertengruppe beim Innenministerium unter Mitwirkung anderer Ministerien, der Bundesländer und der Einsatzorganisation in zweijähriger Arbeit verfasst.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs war von Beginn an bei diesem sehr wichtigen Ausbildungsvorhaben dabei und konnte sein Know How und seine Erfahrungen von In- und Auslandseinsätzen bestens einbringen. Vertreter des ASBÖ in der Ausbildungsgruppe waren Bundesrettungskommandant Wolfgang Zimmermann und Josef Riener, erfahrener Einsatzleiter bei Auslandseinsätzen. An der Sitzung am 13. März nahm Bundeseinsatzleiter Ralph Ebhart teil.

 

Die Richtlinie beschreibt den Regelkreis des Führungsverfahrens und definiert die Funktionen, die in einem Führungsstab einzurichten sind. Das Besondere an der Richtlinie ist, dass sie unter Beteiligung aller maßgeblichen Behörden und Einsatzorganisationen erstellt wurde und somit eine Kompilation des gesamten Expertenwissens und Erfahrungshintergrundes darstellt.

 

Bundesminister Platter benützte die Gelegenheit auch, den Vertretern der Behörden und Einsatzorganisationen für die gute Kooperation zu danken und einen Ausblick auf die Vorhaben der laufenden Legislaturperiode zu geben.

 

Das Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement ist eine Einrichtung zur Koordinierung in großen Katastrophenfällen, die ursprünglich beim Bundeskanzleramt angesiedelt war. Es vereint die Ministerien, Länder, Einsatzorganisationen und Medien unter der Leitung des Generaldirektors für die Öffentliche Sicherheit. Seit einer Strukturreform im Jahr 2003 laufen nun die Fäden für die Koordination des Krisenmanagements im Innenministerium zusammen. Vor gut einem Jahr ging auch die neue Krisenzentrale des Innenministeriums in Betrieb.