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Starker Einsatz im Katastrophengebiet: 1870 Patienten wurden in 5.436 Einsatzstunden triagiert und behandelt


Mindestens 5.500 Menschen sind durch den verheerenden Taifun "Haiyan" am 8. November ums Leben gekommen. Tausende Menschen gelten immer noch als vermisst. "Haiyan" hierließ über Tausende Quadratkilometer Verwüstung. Die Küsten mehrerer Inseln wurden von meterhohen Sturmfluten überrollt. 26 000 Menschen wurden verletzt, dreieinhalb Millionen Menschen vertrieben. Eine halbe Million Häuser wurde zerstört, eine weitere halbe Million beschädigt. Millionen Menschen sind auf Monate hinaus auf Hilfe angewiesen.

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Katastrophe auf den Philippinen entsandte der ASBÖ ein dreiköpfiges Assessment-Team in die Krisenregion (Cebu), um Hilfsmaßnahmen auf den Philippinen einzuleiten. Zwei weitere Medic-Teams folgten und betreuten in Kooperation mit dem ASSR, der israelischen Armee und der deutschen Hilfsorganisation LandsAid ein beim Krankenhaus in Bogo City eingerichtetes Field Hospital als Leaderorganisation. Die Samariter-Teams arbeiteten dabei eng mit den Mitarbeitern des bereits völlig überlasteten Krankenhauses von Bogo City zusammen und nahmen so Druck vom Krankenhaus, das in der Region für die Betreuung von 250.000 Menschen zuständig ist. Durch die Medic-Teams war es möglich, dass die Bevölkerung rasch die notwendige medizinische Erstversorgung erhält. Probleme bereiteten vor allem Infektionen der Atemwege und der Haut, Durchfallerkrankungen und Austrocknung - sauberes Wasser ist in vielen Gebieten wie Nahrung noch immer Mangelware.

"Das Leid der Menschen ist unfassbar groß, die Philippinen sind auf die Unterstützung von ausländischen Hilfsorganisationen angewiesen. Vor allem die Situation für Kleinkinder ist dramatisch. Der Versorgung mit Lebensmittel und Wasser ist sehr schlecht", schildert Manfred Führer die Situation. "Der Zustrom an Patienten ist groß. Das lokale Krankenhaus ist völlig überfordert. Das Feldspital kann etwas Abhilfe leisten, wir arbeiten fast rund um die Uhr."

Auch ein Frühchen konnte erfolgreich behandelt werden. Das geschwächte Mädchen wurde von der ehrenamtlichen Samariterin Ingrid Jedlicka, einer diplomierte Krankenschwester, erstversorgt und ist mittlerweile wohlauf. Insgesamt nahmen 20 Mitarbeiter des Samariterbundes ihre Tätigkeit vor Ort auf und halfen so der Not leidenden Bevölkerung. Insgesamt wurden 5634 Einsatzstunden geleistet und etwa 1870 Patienten im Field Hospital triagiert und behandelt. Mit 20 ehrenamtlichen Helfern war der Samariterbund die größte österreichische Hilfsorganisation vor Ort.

Spendenkonto: PSK: 00093 028 745, BLZ 60000 Stichwort: ASBÖ Auslandshilfe - Spenden per SMS (max. 100 Euro) an 0664 6 600 044. Spenden an den Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs sind steuerlich absetzbar.