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Tag der älteren Menschen: Samariterbund fordert Neuregelung der Pflege

Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen am 1. Oktober bekräftigt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) seine Forderung nach einer Neuregelung des Pflegesystems. „Eine Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie sie mit der älteren Generation umgeht. Wir müssen jetzt die Weichen dafür stellen, dass ältere Menschen auch noch in 20 Jahren in Würde und sozialer Sicherheit leben können“, betont Franz Schnabl, der Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.


In diesem Zusammenhang begrüßt Schnabl das erneute Bekenntnis von Bundesminister Rudolf Hundstorfer zu einem steuerfinanzierten und zweckgebundenen Pflegefonds, der im Rahmen der Pflege-Enquete im Parlament am vergangenen Montag diskutiert wurde. „Die Frage ist aber nicht nur, mit welchem Geld die Pflege in Zukunft finanziert wird, sondern auch, in welcher Qualität ältere Menschen gepflegt werden“, ergänzt Franz Schnabl. Um die Qualität der Pflege zu sichern, müsse auch ins Pflegepersonal investiert werden. „Vorschläge wie jener, Langzeitarbeitslose zum Pflegedienst zu verpflichten, sind mehr als kontraproduktiv. Wir brauchen motivierte, engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte in der Pflege. Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass mehr junge Menschen diesen Beruf ergreifen, und dass weniger Fachkräfte ihn wieder verlassen“, fordert der Präsident des ASBÖ. Insbesondere seien dafür neue Karriere- und Weiterbildungsperspektiven für diplomiertes Personal notwendig.

 

Abschließend erinnert Franz Schnabl daran, dass Bund und Länder im kommenden Jahrzehnt die Errichtung neuer Betreuungseinrichtungen und flexible Betreuungsmodelle stärker fördern müssten: „Heute werden 80% aller Pflegebedürftigen zu Hause betreut. In den nächsten zehn bis zwanzig Jahren wird dieser Anteil stark sinken, weil sich die Struktur unserer Familien verändert. Wir werden daher nicht nur neue Pflegeheime, sondern auch betreutes und betreubares Wohnen, Senioren-WGs, Tagesbetreuungs¬stätten und mehr mobile Betreuung brauchen. Wünschenswert ist ein breit differenziertes Angebot für die unterschiedlichen individuellen Bedürfnisse der älteren Generation.“

 

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Leitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit:

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E-Mail: gerlinde.thurner@samariterbund.net

 

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