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„Thank you for helping our country“

Wir fahren erneut nach Bungamati, diesmal mit weiteren Freiwilligen, um beim Wiederaufbau zu helfen. „We will rise“ ist eine Gruppe von Helfern, die sich über Facebook koordiniert.


Der Fotograf Bishal erklärt, worum es im Netzwerk geht: „Sofort nach dem Erdbeben haben wir den Menschen beigestanden und geschaufelt. Später ging es darum, die verschütteten Speisekammern freizulegen und jetzt bauen wir Übergangshäuser.“

Wir leisten unseren solidarischen Beitrag: Am Rand der historischen Stadt schlagen wir Bambus und spalten die Rohre in Baumaterial. Das geht viel leichter, als ich es zuerst annehme. Nicole und Stefan fahren die schweren Scheibtruhen mit Bauschutt an den Stadtrand. Mit Staubmasken vor dem Gesicht legen wir Zentimeter für Zentimeter das Pflaster frei. Angelika hilft mir, die großen Steine zu entfernen. Gemeinsam mit einheimischen Helfern schaffen wir heute etwas: ein Bambushaus mit Planen und einem Wellblechdach.

Die künftigen Bewohner inspizieren ihr neues Heim: Es sind drei sehr alte Menschen, die keine Angehörigen in der Stadt haben. Ihnen haben wir heute ein vorübergehendes neues Zuhause geschaffen. Müde, schmutzig, aber auch etwas zufrieden kommen wir in die Unterkunft zurück. „Thank you for helping our country“, sagt Sangeeta, unsere Gastmutter überschwänglich. Ich bin wirklich ein bisschen gerührt.