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Tipps für mehr Sicherheit im Wasser

Das schöne Wetter lädt wieder zum Baden und Schwimmen ein. Der Samariterbund gibt Tipps, um Ertrinkungsunfälle zu vermeiden.


Baden ist angenehm und entspannend, Schwimmen ein herrlicher Sport. Leider endet der Sprung ins Wasser für einige Menschen tödlich. Um das Schwimmen sicher genießen zu können, gibt OA Dr. Erik Teumann, Vorsitzender der Wasserrettung des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, einige Tipps:

  • Schwimmen Sie nie alleine, schon ein am Land harmloser Schwächeanfall endet im Wasser mit großer Wahrscheinlichkeit tödlich.
  • Alkoholisiert schwimmen zu gehen ist äußerst gefährlich und zählt zu den häufigsten Ursachen beim Tod im Wasser von Erwachsenen.
  • Kühlen Sie sich ab, bevor Sie ins Wasser gehen. Springen Sie nach einem Sonnenbad nicht einfach ins Wasser.
  • Machen Sie nach dem Essen eine Pause von einer Stunde, bevor Sie ins Wasser gehen.
  • Achten Sie auf ihre Kinder wenn diese in der Nähe des Wassers spielen. Bei Kindern ist in Österreich das Ertrinken die häufigste Todesursache! "Schwimmflügerl" sind kein Ersatz für die Aufmerksamkeit von Erwachsenen! Besonders Kleinkinder unter ca. 3 Jahren können schon in ganz seichtem Wasser ertrinken und verhalten sich dabei leider bewegungs- und lautlos.
  • In Schwimmbädern sind Bademeister und Bassin-Aufseher vor Ort. Auch das gibt keine absolute Sicherheit. Sie können nicht jede Person im Wasser beobachten. Wenn Sie schwimmen, achten Sie bitte auf Personen, die sich in Ihrer Nähe befinden. Helfen Sie, oder rufen Sie im Zweifelsfall den Bademeister.
  • Im Sommer werden Gewitter immer häufiger. Wenn es blitzt und donnert, unbedingt sofort das Wasser verlassen.
  • Wenn eine Person aus dem Wasser gerettet wird, ist sie unbedingt ins Spital zur Untersuchung zu bringen. Es besteht die Gefahr, dass man einige Stunden später an den Folgen des Wasserunfalles stirbt. Man nennt dies "trockenes Ertrinken"!

Richtiges Verhalten am Wasser lehren die Rettungsschwimmlehrer und Rettungsschwimmlehrerinnen der ASBÖ Wasserrettung in ihren Schwimmkursen. Bereits ab ca. vier Jahren können Kinder schwimmen lernen. Bei den Schwimmkursen des Samariterbundes lernen Kinder spielerisch und mit viel Spaß das richtige Verhalten im Wasser. Auch für Erwachsene ist es nie zu spät, schwimmen zu lernen. Neben Anfänger- und Fortgeschrittenenschwimmkursen, Sportschwimmkursen, Tauch- und Gerätetauchkursen bietet die ASBÖ Wasserrettung auch Rettungsschwimmkurse an, um im Falle des Falles richtig, effizient und sicher helfen zu können.

Die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer des ASBÖ sind an vielen Badeplätzen anwesend, wie beispielsweise auf der Donauinsel, um im Ernstfall die richtigen Maßnahmen zu setzen. Bei Kindern zählt Ertrinken zu den häufigsten Todesursachen. Die
 wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen werden anschaulich in einem Kurzfilm des
Samariterbundes gezeigt, der auf der Video-Plattform YouTube
veröffentlicht wurde.

Der Film kann keinen Erste-Hilfe-Kurs ersetzen,
soll aber Mut machen, im Notfall aktiv zu helfen. Erste-Hilfe-Kurzfilm zum Thema Ertrinkungsunfall:

www.youtube.com/watch