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Trainingscamp der ASBÖ-Rettungshundestaffeln in Tirol

Mehr als 30 Samariter-Rettungshundeteams aus ganz Österreich bevölkerten vier Tage lang das Hochtal Wildschönau mit ihren Vierbeinern. Das Trainingscamp rund um die Schönangeralm stand ganz im Zeichen der Flächensuche (der Hund sucht ein Wald- und Wiesengebiet nach hilflosen Personen ab, die verletzt oder erkrankt nicht selbst auf sich aufmerksam machen können) und des "Mantrailings", bei dem der Hund anhand eines persönlichen Geruchsgegenstandes der vermissten Person dessen Spur folgen und den Hundeführer und die Rettungsmannschaften zu ihm leiten muss.


"Neben einem Theorieteil gab es verschiedenste Trainingseinheiten, die alle Teilnehmer zu absolvieren hatten", weiß René Deubelbeiss, der Organisator und stellvertretende Tiroler Staffelkommandant, und berichtet sichtlich stolz, dass "alle Staffelmitglieder auch die anspruchsvollen Nachtübungseinsätze mit Bravour gemeistert haben."

 

Auch der Spaß kam nicht zu kurz. So konnten die Teams bei einem Geschicklichkeitsbewerb beweisen, wie gut sie ihre Hunde kennen. Dem Sieger, in diesem Fall einer Kärntner Hundeführerin, winkte am Samstag Nachmittag als Sonderpreis ein Tandemflug mit dem Paragleiter. Damit auch alle anderen Teilnehmer etwas davon hatten, spendierte die Wildschönauer Bergbahn für alle eine Gondelfahrt (natürlich mit Hund).

 

"Die Rettungshundearbeit ist ein wichtiger Bereich des Samariterbundes, der ausschließlich von Ehrenamtlichen getragen wird", weiß Gerhard Czappek, Geschäftsführer des ASB Tirol. "Es ist nicht selbstverständlich, dass unsere HundeführerInnen bis zu viermal pro Woche trainieren und im Ernstfall zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken."

 

Dass sich diese viele Arbeit auch bezahlt macht, beweist die Tatsache, dass ein Samariter-Suchhund im Frühjahr in der Wildschönau ein behindertes Kind nach kurzer Suche unverletzt finden konnte.

Die Einsätze der Rettungshunde sind kostenlos, eine Anforderung erfolgt über die Notrufnummer 144.