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Überflutungen in Moldawien: Samariterbund bietet Unterstützung an

In Moldawien herrscht Ausnahmezustand: Tagelange Regenfälle haben die Grenzflüsse Prut und Nistru in reißende Ströme verwandelt, die Dämme aufgeweicht und einen Großteil der landwirtschaftlichen Flächen verwüstet. Da Moldawien vor allem von der Landwirtschaft lebt und zu den ärmsten Staaten Europas zählt, bedrohen die Hochwasser die Existenz der gesamten Bevölkerung dieses Gebiets. Die Pegelstände sind im Steigen, mindestens 8.000 Menschen sind derzeit betroffen, über 5.800 Bewohner wurden bereits evakuiert.


Rasche Hilfe ist notwendig. Am meisten mangelt es an sauberem Trinkwasser. Im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres möchte der ASBÖ mit einem Rapid Response Team rasch Hilfe leisten. Geplant ist der Einsatz von zwei sogenannten Umkehr-Osmose-Anlagen, die besonders reines Trinkwasser erzeugen, das sich unter anderem auch zur Zubereitung von Babynahrung eignet.

 

Eine Schnelleinsatzgruppe von 6-8 Mann (gemischtes Team aus mehreren Bundesländern) steht bereit, um mit zwei Einsatzfahrzeugen über Ungarn und Rumänien in die Krisenregion aufzubrechen und dort Trinkwasseraufbereitungsanlagen zu errichten. Die größere Anlage kann 32.000 Liter in 24 Stunden aufbereiten, die kleinere Anlage erzeugt 16.000 Liter in 12 Stunden. Das Einsatzteam besteht aus Trinkwasserspezialisten, Verbindungsoffizieren und Logistikern. Der Einsatz ist für vorerst für 14 Tage geplant, eine Verlängerung ist möglich.