Inhalt
< vorheriger Artikel

Vienna to go - Fotoprojekt mit jungen Flüchtlingen

Vienna to go ist ein Stadterforschungs-Projekt zur Erweiterung des meist eingeschränkten Bewegungsradius unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Wien. Jugendliche aus dem Haus Ottakring nehmen daran teil.


"Vienna to go - Wien angehen" ist eine Kooperation zwischen der Flüchtlingseinrichtung Haus Ottakring des Samariterbundes Wien, Westlicht und dem AzW im Rahmen von Hunger auf Kunst und Kultur.

Dabei werden den Jugendlichen Orte gezeigt, wo Wien zum Verweilen einlädt. Die jungen Flüchtlinge halten diese fotografisch fest. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Ausstellung "Zoom! Architektur und Stadt im Bild" im AzW präsentiert. Das Interesse an der Fotografie ist groß - täglich sind die Jugendlichen von BIKU-Treff (Bildungs- und Kulturtreff) damit in Berührung. Das Fotografieren mit dem Smart Phone und das Veröffentlichen ihrer Bilder im Netz ist den Jugendlichen vertraut. Einen Film in eine Kamera einlegen, Belichtung und Schärfe einstellen und das Bild im Anschluss nicht gleich auf dem Display zu sehen, ist neu. Etwas Geduld müssen sie aufbringen, bis die eigenen Fotos vom Labor zurück kommen. Darauf lässt sich die Gruppe gerne ein und eignet sich das Medium der analogen Fotografie schnell an.

Auf mehreren Fotowalks durch den 7. und 16. Bezirk entstehen Bilder von den jungen Flüchtlingen und der Umgebung in der sie sich bewegen. Dieses Projekt ermöglicht ihnen einen Zugang zum Museum, das sie mit dem Kulturpass von Hunger auf Kunst und Kultur kostenlos besuchen können. Auch die Berufe im Museum werden erforscht. Bei einem Blick hinter die Kulissen lernen die Jugendlichen die MitarbeiterInnen von WestLicht kennen, stellen ihnen Fragen zu ihrer Tätigkeit und porträtieren sie mit der Kamera. Von allen entstandenen Fotos wählen sie einige aus, die sie bei einer Ausstellung im WestLicht im kleinen Rahmen präsentieren.

Die Ergebnisse des Kunstprojekts werden am 4. Mai im Az W bei einer Vernissage präsentiert.