Inhalt
< vorheriger Artikel

Vierbeinige Helfer nicht mehr wegzudenken

Im August 1996 wurde im Vorstand der ASBÖ-Gruppe Ebreichsdorf der Beschluss gefasst, eine eigene Rettungshundestaffel zu gründen. Eine Entscheidung, die Folgen haben sollte. Nach nunmehr 10 Jahren Tätigkeit haben sich die Ebreichsdorfer Rettungshundeführer und ihre vierbeinigen Helfer etabliert.


Sie waren im Arbeiter-Samariter-Bund die Wegbereiter für ein neues Tätigkeitsfeld. Ihre zahlreichen Einsätze –u.a. auch beim Erdbeben in Marokko 2004 – sowie die vielen Vorführungen sind in der Öffentlichkeit zu einer eindruckvollen Visitenkarte für den Samariterbund in Ebreichsdorf geworden.

Ebreichsdorfer Staffel leistete Pionierarbeit

Anfänglich bestand die Rettungshundestaffel Ebreichsdorf aus vier Rettundhundeteams. Durch stetige Aufbauarbeit der einzelnen Staffelleiter weißt die Staffel heute einen Stand von 15 Rettungshunde-Teams auf. Die Ebreichsdorfer Hundestaffel engagierte sich aber auch über die Gemeindegrenzen hinaus für die Etablierung der Hundearbeit im Tätigkeitsspektrum des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs. So sind heute drei ASBÖ-Staffeln in Wien sowie je eine Staffel in Graz und Villach tätig.

Rettungshundestaffel - im Einsatz bestens bewährt

Die Stellung der Rettungshundestaffel Ebreichsdorf unterstreicht auch deren Einsatzstatistik. Aufgrund der professionellen Arbeit werden die Rettungshunde immer öfter alarmiert, um abgängige Personen zu suchen. Einsätze in Großmittel, Hirtenberg, Wilhelmsburg, Untersiebenbrunn, Breitenfurt, Melk und Lehenrotte wurden durchgeführt. Höhepunkt der bisherigen Tätigkeit war der erste Auslandseinsatz im Erdbebengebiet in Marokko 2004. Der letzte größere Einsatz verdeutlicht die Arbeit der Hundestaffel aus Ebreichsdorf sehr deutlich: Im November 2005 wurde drei Tage lang gemeinsam mit weiteren 212 Helfern im Mariensee (Wechselgebiet) nach einem geistig behinderten Mann gesucht, der von einem Betreuungsheim als vermisst gemeldet wurde. Leider konnte der gesuchte Person von Suchhunden der Polizei nur mehr tot aufgefunden werden.

Umfassende Ausbildung in der Flächensuche

Die Hunde der Rettungshundestaffel Ebreichsdorf werden speziell für die Flächensuche ausgebildet. Sehr wichtig ist Staffelkommandant Thomas Nemeth, dass die Rettungshunde keine Schutzhunde-Ausbildung haben. Die Hundeführer absolvieren neben einer Erste-Hilfe-Ausbildung Schulungen in Karten- und Kompasskunde, GPS, Funk und Einsatztaktik. Sie sind im Samariter-Bunde ein wichtiger Bestandteil bei der Bewältigung von Großschadensereignissen oder Katastrophen.

Festakt mit Ehrungen für Hundeführer

Am 19. August 2006 wurde im festlichen Rahmen des diesjährigen Feuerwehr-Festes der 10. Geburtstag festlich begangen. Obmann Anton Mondl bedankte sich bei Christian Grün, Karin Spanner, Peter Sukup, Barbara Haberfellner, Erhard Volk, Ing. Johannes Spitzer und Birgit Wetz für ihre jahrelangen Verdienste um die Rettungshundestaffel mit einer Ehrung. Auch Staffelkommandant Thomas Nemeth entkam dem Obmann nicht. Auch sein Engagement für die österreichweite Etablierung der Hundearbeit im ASBÖ wurde mit einer Ehrung entsprechend gewürdigt. Im Gegenzug überreichte auch die Rettungshundestaffel an den Obmann ein Geschenk. Immerhin war Anton Mondl ebenfalls Staffelkommandant. Vize-Bürgermeister Günter Czompo würdigte die Verdienste der Rettungshundestaffel weit über die Gemeindegrenzen hinaus und sagte der Hundestaffel seine Unterstützung als zuständiger Stadtrat zu.