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Volle Fahrt voraus in Richtung Kinderglück

Eine der wichtigsten Großveranstaltungen in Österreich für Kinder mit besonderen Bedürfnissen ging heuer zum neunten Mal erfolgreich über die Bühne. Hilfsbedürftige Kinder sowie Kinder und Jugendliche der Samariterjugend aus dem ganzen Bundesgebiet trafen einander zu einer aufregende Zugfahrt nach St. Pölten. ASBÖ-Präsident Franz Schnabl verabschiedete die Wiener Teilnehmer vom Südbahnhof höchstpersönlich: „Gerade in Zeiten von zunehmend sozialer Kälte, ist es wichtig, den Kindern zu zeigen, dass es auch Menschen gibt, die sich für sie einsetzen und Verantwortung übernehmen“, bedankte er sich bei den Sponsoren - allen voran der ÖBB - die dieses Großereignis Jahr für Jahr möglich machen.


Zauberer, Akrobaten und Profitänzer

 

Im St. Pöltner Veranstaltungszentrum warteten bereits mit Keksen und Obst gedeckte Tische und die bestens gelaunte ORF-Moderatorin Julia Schütze, die stimmungsvoll durch das bunte, kindergerechte Programm führte: Eine Riesenhetz hatten die Kinder als Zauberer ‚Castello‘ eckige Eier verschwinden ließ und mit seinen magischen Sprüchen für verdrehte Ampeln sorgte. Bei den Salti und Überschlägen der jungen Akrobaten des St. Pöltner Turnverbandes „TuLZ“ blieb so mancher Kindermund vor Staunen offen stehen und die Tanzschritte von Profitänzern des Tanzclubs Elysee animierten zum Nachahmen - auch wenn dann auf der Tanzfläche vorwiegend Freestyle dominierte.

 

Autogrammstunde mit Stars

 

Absolutes Highlight war für viele Kinder aber der Auftritt der Popgruppe Luttenberger*Klug. Mit vereinten Stimmen wurde der Countdown gebrüllt, um die Stars schneller herbeizulocken. Als dann Michelle und Chrissi live auf der Bühne standen, konnten sich die Kids vor Begeisterung nicht mehr halten. Über eine Stunde wurde mitgesungen, mitgetanzt, gejauchzt, gepfiffen und donnernd applaudiert. Für die stürmischen Jubelrufe gab es dafür auch zwei Zugaben mit anschließender Autogrammstunde, bei der die Kids gerne geduldig Schlange standen.

 

Samariterjugend fleißig im Einsatz

 

Die teilnehmenden Kinder, die großteils aus ärmeren Verhältnissen stammen, durften sich einmal so richtig mit Eiernocklerln und Fischstäbchen den Bauch vollschlagen. Bewirtet wurden sie dabei von der Samariterjugend, die das ganze Wochenende über unermüdlich hohes soziales Engagement zeigte und sich intensiv mit den Kindern beschäftigte. Viele Freundschaften wurden geknüpft und nicht wenige der teilnehmenden Kinder beschlossen, ebenfalls einer Jugendgruppe der Samariter beizutreten, um diese Freundschaften zu vertiefen.

 

Prominente Gratulanten

 

Neben dem Ersten Präsidenten des niederösterreichischen Landtags, Ing. Hans Penz, und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler gratulierte auch die neue Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek dem Samariterbund für die gelungene Veranstaltung. ‚Nächstes Jahr feiert der Nikolauszug seinen 10. Geburtstag und ich freue mich sehr, dass es jedes Jahr mehr Kinder werden. Kinder brauchen eine starke Lobby und auch ich werde alles daran setzen, eine energische Vertreterin für euch zu sein‘, rief sie den Kindern von der Bühne aus zu. Seitens des Samariterbundes waren Landespräsident Dr. Ulrich Stiaßny sowie NR-Abgeordneter (und großzügiger Spender) Otto Pendl auf der Bühne vertreten. Vizepräsident Ing. Alexander Prischl und Bundesrettungskommandant Wolfgang Zimmermann dankten den Sponsoren Vamed KMB und SPAR und verliehen Willibald Huber und Ing. Klaus Klein die Leistungsmedaille in Gold am rotweißroten Band – als Dank für mehr als fünf Jahre ununterbrochenes Sponsoring des Projekts „Nikolauszug“.

 

Teamarbeit von Nikolo & Christkind

 

Der Sonntag hinterließ mit einer aufregenden Leistungsschau von Samariterbund, Feuerwehr und Polizei, der Rettungshundestaffel und einem atemberaubenden Helikopterflug nochmals unvergessliche Eindrücke. Besonderes Highlight war aber der Auftritt des Nikolos, der gemeinsam mit seinen Elfen prall gefüllte Sackerl an alle Kinder verteilte und für gemeinsame Erinnerungsfotos zur Verfügung stand. Die Generalvertretung der Post machte es möglich, dass auch das Christkind nicht fehlte. Die Kinder konnten ihre Wünsche direkt beim Postschalter in der Veranstaltungshalle abgeben. Drei der Briefe werden ausgelost und die darauf vermerkten Wünsche erfüllt. Die Gewinner schriftlich verständigt. Aber nicht alle Anliegen lassen sich so einfach erfüllen: Wenn Kinder sich eine „glückliche Familie“ oder ein „eigenes Zuhause“ wünschen, ist ein kleines Weihnachtswunder gefragt.

Welches die ‚coolste‘ Darbietung war, darüber schieden sich die Geister, aber über eins waren sich alle Kinder einig: nächstes Jahr sind sie garantiert wieder dabei!