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Weichen für die Zukunft gestellt

Bei der Gruppenhauptversammlung des Samariterbundes im Rathaus Ebreichsdorf wurde nicht nur Bilanz über eine wechselvolle aber erfolgreiche Vorstandsperiode gezogen, die Delegierten leiteten mit der Vorstandswahl auch einen Generationswechsel in der Vereinsführung ein. Obmann Anton Mondl, der acht Jahre lang als Obmann der ASBÖ-Gruppe Ebreichsdorf tätig war, übergab sein Amt an Mag. Michael Wilczek. Mit Bürgermeister Wolfgang Kocevar, Mag. (FH) Ines Wenk-Lischka, Christian Wenk und Alexander Weigl zogen neue Gesichter in den Vorstand ein. Dr. Doris Prochaska und Klaus Roser wurden in den Vorstand wiedergewählt.


Rückblick auf wechselvolle Vorstandsperiode

Nach Grußworten von Landesschriftführerin Vizebürgermeisterin Ruth Gabriel ließ Obmann Anton Mondl in seinem Bericht die abgelaufene, sehr wechselvolle Vorstandsperiode Revue passieren. Einige Male sei die Gruppe mit finanziellen Problemen konfrontiert gewesen, durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde und die umsichtige Planung von Kassier Gerhard Maener sei es aber immer wieder gelungen, die Gruppe wirtschaftlich zu gesunden. Obmann Mondl bedankte sich im Besonderen auch bei Stadtrat Mag. Josef Pilz und Gemeinderat Johann Deimel, die als Mitglieder des Vorstandes seitens der Gemeinde immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Nöte der Samariter hatten. Er blickte aber auch auf die Erfolge der Jugendgruppe zurück, die national und international bei Sanitätsbewerben siegreich waren. Und wenn man Anton Mondl kennt, verwunderte es auch nicht, dass seine Ausführungen an manchen Stellen sehr klar, pointiert und kritisch waren.

Anton Mondl zum „Ehrenobmann“ ernannt

Als Zeichen der besonderen Wertschätzung für seine jahrzehntelange Tätigkeit im Vorstand – er war vor seiner Tätigkeit als Obmann auch schon jahrelang als Vorstandsmitglied und Obmann-Stellvertreter im Amt –wurde Anton Mondl per Vorstandsbeschluss zum „Ehrenobmann“ ernannt.

Kassier Gerhard Maener ging in seinem Bericht nochmals genau auf die finanzielle Situation ein. Er führte den Delegierten sehr eindrücklich vor Augen, wie dramatisch sich die finanziellen Probleme im Rettungswesen in den letzten Jahren verschärft haben. Nur durch einen eisernen Sparkurs sei es gelungen, eine wirtschaftlich gesunde Gruppe zu präsentieren. Die Vorsitzende der Gruppenkontrolle, Ilse Gampl, stellte nach ihrem Bereicht den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, die von den Delegierten einstimmig erteilt wurde.

Neuer Vorstand mit überwältigender Mehrheit gewählt

Der vom Vorstand eingebrachte Wahlvorschlag wurde in der Folge durch die Delegierten in geheimer Wahl mit überwältigender Mehrheit angenommen. Der neue Obmann Mag. Michael Wilczek, der seit 20 Jahren der Gruppe Ebreichsdorf angehört, war bisher als geschäftsführender Obmann-Stellvertreter tätig und kennt als aktiver Notfallsanitäter die Sorgen und Nöte sowohl von Funktionärsseite als auch aus dem Rettungsdienst. In seinem Ausblick auf die Zukunft stellte er das Gemeinsame vor das Trennende: „Nur durch die Zusammenarbeit von Funktionären, haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie der Zivildiener können die kommenden Herausforderungen gemeistert werden“. Zu den Funktionären gehören nicht nur die Mitglieder des stimmberechtigten Vorstandes, sondern auch die Leiter der verschiedenen Fachbereiche sowie der Jugend und der Rettungshundestaffel. Im Tagesbetrieb stellen die beiden Hauptamtlichen Johannes Ehrenhofer und Fritz Höckerl wesentliche Stützen für die Vereinsführung dar.

Und von diesen Herausforderungen gibt es angesichts der Diskussionen rund um den Zivildienst sowie der nach wie vor ungeklärten Finanzierung des Rettungswesens in Niederösterreich genug. Auch auf die Frage einer strategischen Partnerschaft der Samaritergruppe mit der Landes GmbH ging der neugewählte Obmann ein. Sein vorrangiges Ziel sei der Erhalt der Unabhängigkeit, möglichen Angeboten der Zusammenarbeit werde sich der Vorstand aber nicht von vorne herein verschließen.

Gemeinde finanziert neues Rettungsfahrzeug

Mit Dr. Doris Prochaska und Klaus Roser wurden zwei Vorstandsmitglieder in ihrem Mandat bestätigt. In guter Tradition wurde der amtierende Bürgermeister Wolfgang Kocevar als Obmann-Stellvertreter gewählt. Er hob in seinen Dankensworten die gute Zusammenarbeit und das offene Klima hervor, welches ihm seit seinem Amtsantritt seitens des Samariterbundes entgegengebracht wurde. Obmann Michael Wilczek freute sich bei dieser Gelegenheit der Gruppenhauptversammlung berichten zu können, dass die Stadtgemeinde das neue Rettungsfahrzeug, welches voraussichtlich Mitte des Jahres in Dienst gestellt werden kann, zur Gänze finanzieren wird.

Mag. (FH) Ines Wenk-Lischka wird die Funktion der Kassierin einnehmen. „Heimkehrer“ Christian Wenk, der bereits in den 80er Jahren als Technischer Leiter tätig war, wird Schriftführer und „Youngster“ Alexander Weigl wird seine Energie in der Führung des Dienstbetriebes einbringen. In die Gruppenkontrolle wurden DI Christian Rennhofer, „Ex-Kassier“ Gerhard Maener und Wolfgang Toth gewählt. Die Ersatzkontrolle bilden Wilhelm Schindlauer und Ronald Waniczek.

Foto des neugewählten Vorstandes:

Stehend v.l.n.r.: Alexander Weigl, Klaus Roser (beide Dienstbetrieb), Christian Wenk (Schriftführer) – sitzende, v.l.n.r. Bürgermeister Wolfgang Kocevar (Obmann-Stellvertreter), Dr. Doris Prochaska (Gruppenärztin), Mag. (FH) Ines Wenk-Lischka (Kassierin) und Mag. Michael Wilczek (Obmann).