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Weltherztag: Samariterbund weist auf die Wichtigkeit der Ersten Hilfe hin

Erstmals werden in Österreich alle Kinder der 3. Volksschulklassen in Wien in der Wiederbelebung unterrichtet.


Anlässlich des Weltherztages am 29. September ruft der Samariterbund dazu auf, bei einem Herzstillstand rasch Erste Hilfe zu leisten. Laut Statistik Austria sind Herz-Kreislauferkrankungen mit Abstand die häufigste Todesursache Österreichs. 45 Prozent aller Todesfälle waren im Jahr 2013 auf solche Erkrankungen zurückzuführen. Viele dieser Todesfälle könnten verhindert werden, wenn nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort Erste Hilfe geleistet wird. "Wenn ein Ersthelfer schnell eingreift und sofort reanimiert, steigt die Überlebenschance des Patienten um das Drei- bis Vierfache. Durch kräftigen Druck in der Mitte des Brustkorbes und den raschen Einsatz eines Defibrillators können Zeugen eines Herz-Kreislauf-Stillstands effizient Hilfe leisten", sagt Jürgen Grassl, Bundesschulungsleiter des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

Erstmals werden in Österreich alle Kinder der 3. Volksschulklassen in Wien in der Wiederbelebung unterrichtet. Als verlässlicher Partner wird auch der Samariterbund ausgebildete TrainerInnen stellen, die den Kindern Erste Hilfe vermitteln. Im Mittelpunkt steht die Bewusstseinsbildung. "Schon Volksschüler können lebensrettende Hilfe leisten. Sie können den Notruf wählen oder auch einen Defibrillator bedienen. Am Wichtigsten ist es aber, ihnen die Angst zu nehmen. Denn niemand ist zu alt oder zu jung, um zu helfen", sagt Elisabeth Zwingraf, Leiterin der Samariterbund Schulung Wien. Der Samariterbund hat vor kurzem in Wien mit einem Flashmob auf die Wichtigkeit der Ersten Hilfe aufmerksam gemacht - gemeinsam mit 16 europäischen Samariter-Organisationen.

Erwachsene sollten Erste-Hilfe-Kurse spätestens alle vier Jahre auffrischen. "Es zeigt sich immer wieder: Wer lange Zeit nach dem Kurs Erste Hilfe leisten muss, der ist verunsichert und hat Angst, etwas falsch zu machen. Dabei ist das einzige, was man falsch machen kann, nicht zu helfen", erinnert Jürgen Grassl. Informationen zum Thema Erste Hilfe und alle Kursdetails hat der Samariterbund auf seiner Website www.samariterbund.net veröffentlicht. Im YouTube-Channel gibt es sechs Erste-Hilfe-Videos, in denen die wichtigsten Maßnahmen bei den häufigsten Notfällen anschaulich dargestellt werden - darunter auch Herzinfarkt und Reanimation nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Die kostenlose App "Samariterbund Österreich" für iOS- und Android-Smartphones zeigt ebenfalls Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Zudem wird auf Knopfdruck der nächste öffentlich zugängliche Defibrillator auf einer Umgebungskarte angezeigt.