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„Wir sammeln für trockene Schulmauern, Schultafeln, Schulpakte und Schulcomputer“

SCHULSCHIFF HILFT SCHULZELT   Eine Kooperation zwischen Arbeiter-Samariterbund-Österreichs und der AHS Bertha von Suttner – SCHULSCHIFF (Ehrenschutz: Bürgermeister Michael Häupl)


„Die Schule, um die sich in unserer Kampagne alles dreht, ist das Rohan-Girls-College in der Region Dodanduwa, das durch die Flutwelle stark beschädigt wurde“, erklärt Josef Riener, Leiter des ASBÖ-Hilfsteam in Sri Lanka bei einem Pressegespräch am 13. April am Schulschiff in Wien.

Die Schule besteht aus 30 Klassen á 30 Kindern, also beinahe 1000 Schülerinnen und Schüler.

(Zur Information: In Sri Lanka gibt es 11 Jahre Schulpflicht, für alle Kinder, zwischen 5 und 16 Jahren). Die Unterstufe des Girls-College besuchen auch Burschen, ab der 5. Klasse ist die Schule dann eine Art Hauswirtschaftsschule für Mädchen.

 

Ein Teil der Klassen ist aufgrund des starken Regens (Monsunzeit) teilweise wieder ins zerstörte Schulgebäude übersiedelt. Der untere Teil der Schule ist jedoch völlig ausgeschwemmt, in den oberen Etagen, wo zum Teil der Unterricht wieder aufgenommen wurde, hat sich fingerdicker Schimmel an den Wänden gebildet, Einrichtungsgegenstände wie Tische und Sessel werden von den Eltern notdürftig repariert.

„Jetzt ist es notwendig den Keller mit Schotter trocken zu legen, den Verputz zu erneuern, sowie Gegenstände für den Schulbetrieb wie z.B. Tafeln, Stühle und Tische anzuschaffen“, beschreibt Riener die weitere Vorgangsweise.

Das Geld, das im Rahmen dieser Kampagne gesammelt wird, wird zur Sanierung und Renovierung der Schule benötigt.

 

„„Wir wollen mit dieser Kampagne in erster Linie öffentliches Interesse wecken, damit das Unglück der Menschen dort nicht gleich wieder vergessen wird“, betont Schulschiff-Direktorin Mag. Judith Kovacic. „Natürlich wollen wir auch Spendengelder lukrieren, um Schulpakete kaufen zu können.“ Ein Schulpaket/Schüler bestehend aus 5 Heften, 3 Schulbüchern (von singhalesischen Lehren ausgewählt), 1 Radiergummi, 1 Lineal und 10-15 Stiften kostet 2, 45 Euro und wird vom ASBÖ-Team in der Hauptstadt Colombo besorgt.

 

„Wir sammeln aber auch für die Anschaffung eines oder mehrer Computer“, betonen die Schülervertreter des Schulschiffes. „Der Kontakt zu den Schülern in Sri Lanka wäre viel einfacher, denn statt altmodischer Brieffreundschaften könnten wir dann einfach e-mail-Freundschaften eingehen.“

Die Schüler werden auch ein Charity-Fußballmatch organisieren: Schüler gegen Lehrer. Die Spenden für Buffet und Eintritt kommen ebenfalls der Zeltschule zugute.

Der Samariterbund hat gleich neben der Schule Quartier bezogen und ein Büro eingerichtet. In dem Büro gibt es einen ständigen lokalen Mitarbeiter, der den Baufortschritt kontrolliert und der als Kontaktperson fungiert.

Nach wie vor fährt monatlich ein zweiköpfiges Monitoring-Team des ASBÖ nach Dodanduwa und wird die Schüler des Schulschiff mit Informationen und Nachrichten aus der Patenschule in Sri Lanka versorgen.

 

Aktivitäten der Schulen:

 

- Kinder aus dem Schulzelt in Sri Lanka malen zum Thema „Flutwelle“ – trägt zur Traumabewältigung bei.

- Schulschiff-Schüler werden ebenfalls zum Thema malen, gestalten, musizieren,

- Patenschaften für singhalesische SchülerInnen eingehen,

- Brieffreundschaften ins Leben rufen.

- Fächerübergreifende Aufarbeitung des Themas: Geografie (Land Sri Lanka) , Englisch (Brieffreundschaften), Religion (Buddhismus), Bildnerische Erziehung, Musik

 

Die Zeichnungen, Nachrichten und Berichte über Reaktionen der singhalesischen Kinder bringt das ASBÖ-Hilfs-Team, das einmal im Monat nach Sri Lanka fliegt, nach Wien.

 

Im Rahmen der Schlussveranstaltung, am 22. Juni, werden die Kunstwerke aus Telwatha/Sri Lanka und Wien im Florido-Tower versteigert. Die Firma Pfizer stellt uns dort dankenswerter weise einen Festsaal - mit Blick auf’s Schulschiff - zu Verfügung.