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Wir ziehen Bilanz: 99 Tage Corona-Krise in Österreich

Die Strategien zum Schutz der Bevölkerung werden erfolgreich umgesetzt.


„Unsere Samariterinnen und Samariter sind seit 99 Tagen in ganz Österreich im Einsatz und leisten Überstunden und Sondereinsätze, um alle Services des Samariterbundes trotz Corona auf hohem Niveau anzubieten“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes und Abg.z.NÖ Landtag (KO). „Besonders in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig es ist, über bestes Personal zu verfügen, das kompetent und professionell seine Aufgaben erfüllt. Ich bedanke mich bei allen, die sich dermaßen intensiv und solidarisch für unsere Gesellschaft einsetzen“, so Hundsmüller.

Ab Montag, dem 16. März 2020 sorgte das Virus für die größte Krise der Republik seit dem Staatsvertrag im Jahr 1955. Nun befindet sich das Land seit 99 Tagen im Ausnahmezustand – ein Anlass für den Samariterbund, um Bilanz zu ziehen: Von allem Anfang an sind die Strategien zum Schutz der Bevölkerung erfolgreich umgesetzt worden, um das Ansteckungsrisiko und die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus einzudämmen.

Das betrifft nicht nur die Rettungs- und Krankentransporte, bei denen sich hervorragend geschulte Sanitäterinnen und Sanitätern um die strenge Hygiene in den Fahrzeugen kümmern.

Auch der Alltag in den mehr als 30 Pflegeeinrichtungen inklusive 24-Stunden-Betreuung ist an die aktuelle Lage angepasst, damit Bewohnerinnen und Bewohner bestmöglich versorgt werden können. „Social Distancing“ mit Schutzbekleidungen für das Personal, gründliche Desinfektion und Hygiene sowie eingeschränkte Besuche sind jetzt gelebter Alltag, um Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegerinnen und Pfleger zu schützen.

Darüber hinaus werden die Dienstleistungen von „Essen auf Rädern“ aufgrund der großen Nachfrage mit täglichen Zustellungen an die Wohnungstür ausgebaut und das Speisenangebot deutlich erweitert.

Außerdem stehen den Klientinnen und Klienten auch weiterhin die 24/7-Notrufsysteme für die Sicherheit in den eigenen vier Wänden uneingeschränkt zur Verfügung.

Um die regelmäßige Versorgung von Menschen mit geringem Einkommen mit Lebensmitteln und Artikeln für den Alltag zu garantieren, hält der Samariterbund seine Sozialmärkte offen. Übrigens ließ sich der Samariterbund-Osterhase trotz Pandemie nicht davon abhalten, in den Sozialmärkten die Kinder von Kundinnen und Kunden zu beschenken.

Der Samariterbund kümmert sich selbstverständlich auch um Obdachlose. Im Rahmen des Winterpaketes stehen geheizte saubere Schlafplätze für Frauen und Männer zur Verfügung. Die Notunterkünfte, die für die kalte Jahreszeit Unterschlupf bieten und bis 4. Mai geöffnet sein sollten, bleiben nun bis August offen. In der Früh müssen die Menschen ihre Unterkünfte nicht verlassen. Die Quartiere sind auf Ganztagesbetrieb umgestellt. So werden die sozialen Kontakte reduziert und das Corona-Ansteckungsrisiko im öffentlichen Raum verringert. „In so einer Situation ist es wichtig, sozial kompetente, starke und professionelle Partner zu haben. Der Samariterbund ist jetzt ganz besonders auf Spenden und Unterstützung angewiesen. In der Corona-Pandemie müssen wir viel investieren, um die nötigen Maßnahmen umsetzen zu können“, so Hundsmüller.

So wurden z.B. Drive-In-Test-Stationen eröffnet sowie Intensivtransportfahrzeuge in Dienst gestellt, die es ermöglichen, schwer erkrankte Corona-PatientInnen in ein Spital zu überstellen. Verdachtsfälle und Menschen in Heimquarantäne werden mobil auf höchstem Niveau medizinisch versorgt. Vorbeugende „Screenings“ von systemrelevantem Personal sorgen für Sicherheit im Pflegedienst sowie in Krankenhäusern etc. Spezielle Einrichtungen für SARS-CoV-2-Infizierte sind rund um die Uhr betreut worden.

Weitere Facts & Figures über unsere Arbeit während der vergangenen 99 Tage sowie persönliche Eindrücke und kleine Porträts von Samariterinnen und Samaritern aus ganz Österreich finden Sie hier:

 

https://sam4u.samariterbund.net/news/dies-und-das/wirubernehmenverantwortung.html

Seit der Gründung vor fast 100 Jahren erfüllt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs seine soziale Mission: Die haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter der Non-Profit-Organisation leisten für ältere Menschen, Kranke, Verletzte und in Not Geratene wichtige Hilfe von Mensch zu Mensch. Dabei wird der Samariterbund von mehr als 311.000 Mitgliedern und Förderern in ganz Österreich unterstützt. Bei der Erfüllung der vielfältigen Aufgaben sind fast 10.000 Haupt- und Ehrenamtliche sowie rund 2.000 Zivildiener im Einsatz.

„Mit Ihrer Spende sind Sie Teil unseres Teams. Dafür sage ich herzlichst ‚Danke!‘. Ihre Spende können Sie übrigens von der Steuer absetzen“, so Hundsmüller abschließend.

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Spendenkonto:

IBAN: AT04 1200 0513 8891 4144

BIC: BKAUATWW