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Zeitungsbericht


Die "Helden" von Rotem Kreuz und Samariterbund sind auch zu Weihnachten im Einsatz.
Die Geburt eines Kindes in einem Stall mit Heu und Stroh gehört auch um diese Jahreszeit nicht zu ihren Routineeinsätzen. Doch während die meisten Leute im Kreis ihrer Familien die Weihnachtstage feiern, machen viele Rettungssanitäter beim Roten Kreuz und beim Samariterbund ehrenamtlich Dienst. "Damit es ein bisschen weihnachtlicher wird, gibt es für die Mannschaft einen Christbaum und es wird groß aufgekocht", schildert Notfallsanitäter Bernhard Baliko vom Roten Kreuz Neulengbach. "Sämtliche Nachtdienste, Feiertage und Wochenenden sind auch um die Weihnachtszeit ausschließlich mit Ehrenamtlichen besetzt."

Notfälle emotionaler
"Natürlich ist es zu den Weihnachtsfeiertagen schwieriger, die Dienste zu besetzen", sagt Baliko. "Die meisten unserer Ehrenamtlichen haben Familien. Wir finden aber trotzdem immer Leute." Das Einsatzaufkommen sei zwischen Heiligem Abend und Stefanitag nicht stärker als zu anderen Zeiten, so der Rotkreuz-Mann, aber die Umstände seien oft emotionaler. "Die Familie rückt an den Weihnachtsfeiertagen zusammen und dann ist plötzlich die Oma nicht dabei, weil sie gestürzt ist und ins Krankenhaus muss. Das macht die Einsätze von der psychischen Belastung her schwieriger – für die Angehörigen und auch für die Einsatzmannschaft vor Ort." Anton Ockermüller vom Arbeiter-Samariter-Bund Alt-lengbach ist ein besonders fleißiger ehrenamtlicher Mitarbeiter, der seit vielen Jahren zu Weihnachten im Einsatz ist. "Ich mache das eben sehr gerne und gerade während der Feiertage finden sich nicht so einfach Freiwillige."

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Bezirksblätter Neulengbach