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Zivildienst: Samariterbund fordert nachhaltige Finanzierung des Rettungsdienstes

Der Samariterbund begrüßt grundsätzlich das gestern von Sozialminister Rudolf Hundstorfer vorgestellte Alternativmodell zum Zivildienst. Gleichzeitig wird erneut gefordert, einen Runden Tisch zur Zukunft der Rettungsfinanzierung in Österreich einzuberufen.


„Die Rettungsorganisationen sind schon durch die Budgetkürzungen im Bereich des Zivildienstes und die Erhöhung der Mineralölsteuer stark belastet worden. Wenn der Zivildienst nun gänzlich wegfällt, brauchen wir ein nachhaltiges Alternativmodell “, bekräftigt Reinhard Hundsmüller, Bundessekretär des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Das von Sozialminister Rudolf Hundstorfer vorgestellte Modell hält man beim Samariterbund für einen konstruktiven Vorschlag.

 

„Ein aufgewertetes Freiwilliges Soziales Jahr wäre eine große Chance für junge Männer und Frauen; es würde für viele persönliche wie berufliche Perspektiven eröffnen. Denn wie schon heute bei den Zivildienstleistenden wird der Samariterbund viel Zeit, Energie und Geld in die Ausbildung seiner Mitarbeiter investieren“, ergänzt Hundsmüller. „Wir hoffen, dass durch einen Freiwilligendienst mit staatlicher Vergütung besonders motivierte und engagierte Menschen zu uns kommen. Ob mit dem neuen Freiwilligen Sozialen Jahr die jährlich rund 13.000 zugewiesenen Zivildienstleistenden wirklich vollständig ersetzt werden können, wird sich zeigen.“ Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs ist mit jährlich rund 1.150 Zivildienstleistenden der bundesweite zweitgrößte Rechtsträger.

 

Der Samariterbund weist aber erneut darauf hin, dass der mögliche Ersatz für den Zivildienst nur eine Maßnahme von vielen ist, die für eine nachhaltige Finanzierung des Rettungsdienstes in Österreich notwendig wären. „Wir haben zuletzt über die Budgetkürzungen diskutiert. Jetzt sprechen wir über Alternativen zum Zivildienst. Und das nächste Thema kommt bestimmt. Es wäre an der Zeit, Vertreter von Bund, Ländern und Gemeinden sowie aller beteiligten Organisationen an den Runden Tisch zu holen und gemeinsam ein zukunftsträchtiges Finanzierungsmodell für das gesamte Rettungswesen zu erarbeiten“, fordert Reinhard Hundsmüller.

 

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