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Zwei Ausstellung in VHS Hietzing: Flüchtling einst und heute

Khalid Dahash aus Damaskus, der heute in der Samariterbund-Flüchtlingseinrichtung GZW lebt, stellt ab 26. Jänner seine Bilder in der VHS Hietzing aus. Dokumentiert wird das Schicksal der vertriebenen Karpatendeutschen aus 1945 und der Flüchtling heute.


Rund 60 Familien, vertrieben aus ihrem Dorf Bruck in der Nähe von Bratislava, lebten bis Ende der 50er Jahre in den Baracken auf dem Küniglberg in der Elisabethallee 69 in Hietzing. Diese Familien hatten hier eine neue Heimat gefunden. Fotos und Erinnerungen zeigen zum ersten Mal den Alltag der Vertriebenen in den fünfziger Jahren. Parallel zu dieser Ausstellung zeigt der vor Terror und Krieg geflohene Khalid Dahash seine erste Ausstellung in Österreich. In Damaskus war der 39 jährige Künstler und Zeichenlehrer in der Arabisch-Internationalen Schule. Zurzeit lebt er in der Flüchtlingseinrichtung des Samariterbundes Wien im Pavillon 6 im Geriatriezentrum in Hietzing und porträtiert die BewohnerInnen, die ebenfalls vor Terror und Verfolgung geflohen sind.

"Mit diesen beiden Ausstellungen trifft 1945 auf 2016. Wer die Erinnerungen der Vertriebenen liest muss unwillkürlich auch an die Situation der Flüchtlinge heute denken", meint Dr. Robert Streibel, Direktor der VHS Hietzing.

Die Vernissage startet am 26. Jänner um 18:30 Uhr. Die Eröffnung findet durch Mag.a Silke Kobald, Bezirksvorsteherin Hietzing sowie Dr. Robert Streibel, Direktor VHS, statt.

Wer abseits der Ausstellung ins Gespräch kommen möcht, kann Khalid Dahash jeden Montagvormittag in der VHS Hietzing antreffen. Er portraitiert unentgeltlich die KursbesucherInnen und erzählt seine Geschichte. Anmeldungen in der VHS Hietzing.

Vernissage: 26. Jänner,  ab 18:30 Uhr

Ausstellungsdauer: 27. Jänner bis 2. März 2016

Ort: VHS Hietzing, 13., Hofwiesengasse 48.