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30 und kein bisschen leise

Seit nunmehr 30 Jahren gehört der Samariterbund selbstverständlich zum Ortsbild und gesellschaftlichen Leben in der Stadtgemeinde Ebreichsdorf. Dies war nicht immer so. Als 1984 der Beschluss gefasst wurde, in Ebreichsdorf eine Rettungsstelle des Arbeiter-Samariter-Bundes zu etablieren, war von „Rettungskrieg“ mit dem Roten Kreuz und ähnlichen Dingen die Rede.


Diese Zeit gehört Gott sein Dank der Vergangenheit an. Mit dem Roten Kreuz – speziell mit dem Bezirksstellen Landegg/Ebenfurth und Baden – hat sich eine gute Zusammenarbeit entwickelt, auf persönlicher Ebene sogar Freundschaften. Beide Organisationen sind für die Bevölkerung im Einsatz, das zählt.

Im Privathaus der Familie Ebhart im EHZ in Weigelsdorf gegründet, übersiedelte die Dienststelle schon im ersten Jahr in das Gemeindehaus in Weigelsdorf und wenig später in ein langjähriges Provisorium im Gebäude des ehemaligen Bezirksgerichtes auf dem Ebreichsdorfer Hauptplatz. 2003 gelang es unter der Obmannschaft von Egon C. Routil eine eigene Rettungsstelle zu bauen und ihrer Bestimmung zu übergeben. Am Gnadenbachweg haben die Samariter seitdem ihr neues Zuhause gefunden. Mit drei Rettungsfahrzeugen, einem Behelfskrankenwagen (PKW), einem Fahrzeug für die Auslieferung des Essens auf Rädern sowie den neuen Bus der Retttungshundestaffel verfügt der ASBÖ in Ebreichsdorf über eine Ausrüstung auf modernstem Niveau.

Im Zuge der 30-Jahr-Feier wird es nicht nur die Wagenweihe des Mehrzweckeinsatzfahrzeuges der Hundestaffel geben, sondern es wird auch der neue Rettungswagen seiner Bestimmung übergeben. Er konnte mit großzügiger Unterstützung der Stadtgemeinde angekauft werden. Die Samariter sind für die Anforderungen der Zukunft gut gerüstet, dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Finanzierung des Rettungsbetriebes von Jahr zu Jahr ein schwieriges Unterfangen ist. Obmann Mag. Michael Wilczek bringt es auf den Punkt „Wir halten uns schuldenfrei über Wasser, für die Anlage von Rücklagen reicht es aber nicht. Wir hoffen also immer, dass keine außergewöhnlichen Ausgaben wie z.B. größere Reparaturen  kommen. Diese stellen uns dann immer vor große Herausforderungen“. Und der Obmann der Gruppe verrät ein weiteres Erfolgsgeheimnis der Samariter in Ebreichsdorf: „Wir haben viele junge ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die viele Stunden ihrer Freizeit bei uns im Dienste der Bevölkerung verbringen. Wenn wir diese Leistungen mit hauptamtlichem Personal bewerkstelligen müssten, wäre dies nicht finanzierbar“. Er fügt aber auch hinzu, dass es nie genug Helfer sein können und er freut sich über weitere Hilfe aus der Bevölkerung durch Spenden, aber auch durch ehrenamtliches Engagement.

So steht auch das 30 Jahr-Jubiläum im Zeichen einer Anschaffung. „Wir möchten mit dem Oktoberfest am 18. Oktober und dem Festakt am 19. Oktober nicht nur die Bevölkerung einladen, mit uns unseren runden Geburtstag zu feiern, sondern der Reinerlös der Feierlichkeiten wird dem Ankauf neuer Defibrillatoren für die Fahrzeuge der Ebreichsdorfer Samariter zu gute kommen.“ lädt Obmann Mag. Wilczek alle Ebreichsdorferinnen und Ebreichsdorfer sehr herzlich in die Feuerwehrscheune Unterwaltersdorf ein.