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Tipps bei Fernreisen (Tropenreisen)

Damit Ihre Fernreise wirklich zum Erholungsurlaub wird, sollten Sie auch auf Ihre Gesundheit Bedacht nehmen. Wir haben für Sie einige Tipps parat!



    • Trinken Sie kein Wasser von Wasserleitungen, sondern nur abgepacktes Wasser
    • Trinken Sie wenn möglich warme Getränke (Tee, Kaffee), kalte Getränke nur ohne Eiswürfel
    • Achten Sie darauf, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen (Urinfarbe sollte möglichst hell sein). Trinken Sie wenig Alkohol.
    • Essen Sie keine ungekochten Speisen. Obst sollte nur frisch geschält verzehrt werden (z.B. Bananen).
    • Frisches Joghurt ist ungefährlich
    • Kontakt zu streunenden Hunden und Katzen meiden. Tollwutgefahr!
    • Sexuelle Kontakte mit Fremden meiden. HIV Gefahr. Kondome schützen.


Bei leichtem Durchfall reicht es, ausreichend zu trinken. Nehmen Sie Antibiotika nur bei schweren Durchfallerkrankungen und nach Abklärung mit einem Arzt. Bei Kindern, immungeschwächten Personen und ältern Menschen unbedingt ärztlichen Rat einholen.
Bei stärkeren, evtl. blutigen, mit Bauchkrämpfen einhergenden Durchfällen mit Fieber – unbedingt Arzt aufsuchen!

Inhalt einer Reiseapotheke


  • Thermometer
  • Desinfektionsmittel
  • Wundpflaster
  • Verbandsmaterial
  • Schmerzmittel
  • Nasentropfen
  • Hustenmittel
  • Insektenstichmittel und Sonnenschutzmittel (Beratung über das geeignete Mittel für ihre Haut bei der Apotheke einholen)
  • Insektenrepellentien (z.B.Autan®)


Antibiotika nur nach genauer ärztlicher Aufklärung im Heimatland. Sie können vor Ort gekauft werden, aber nur in guten Apotheken. Oft billiger als in Österreich. Mitnahme soll ärztlichen Rat vor Ort nicht ersetzen. Unverträglichkeiten beachten!

Bei starkem Durchfall besteht die größte Gefahr darin, dass es durch den Wasser- und Elektrolytverlust zu erheblichen Beeinträchtigungen des Kreislaufsystems kommen kann. Besonders bei Kindern und älteren Menschen kann dies zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

Bei den Apotheken sind eigens dafür hergestellte Rehydratations – Formula (WHO – Formel) erhältlich. Eine solche Lösung kann im Notfall auch selbst hergestellt werden. Trotzdem sollte der Arzt aufgesucht werden(vor allem bei Risikogruppen wie oben erwähnt).

Rezept: Kochsalz (1TL.) + Zucker (10TL.)+ 1 Glas frisch gepresster Orangensaft + 1 Liter abgekochtes oder abgepacktes Wasser. Die Lösung sollte langsam Schluck für Schluck oder mit Hilfe eines Esslöffels, erfolgen.

Für weitere Informationen: www.tropeninstitut.at

Vorsicht beim Grillen!

So ein Grillabend mit Freunden im Garten ist schon etwas Herrliches! Finden Sie nicht auch? Leider endet das Grillvergnügen immer wieder auch beim Arzt oder im Krankenhaus.

Doch das müsste nicht sein, so ferne die entsprechende Sorgfalt beim Braten der Würstchen und Koteletts an die Tag gelegt werden würde. Vorsicht ist die beste Erste Hilfe:

1) Lassen Sie der Grillkohle Zeit, um auf die entsprechende Temperatur zu kommen. Versuchen Sie nicht, durch die Beigabe von Alkohol oder Spiritus den Verbrennungsvorgang zu beschleunigen.
2) Stellen Sie neben das Grillgerät einen Eimer kaltes Wasser oder halten Sie einen Feuerlöscher bereit. Im Falle einer Stichflamme oder von brennender Kleidung ist so rasch wirksame Hilfe zur Hand. Vorsicht: brennendes Fett nicht mit Wasser löschen, da Fett auf dem Wasser schwimmt.
3) Ziehen Sie sich entsprechende Kleidung beim Grillen an. Kurze Hosen und T-Shirts sind zwar bequem, schützen aber nicht ausreichend vor heißen Grillerteilen sowie vor verschütteten oder wegspritzenden Fett. Verwenden Sie Grillhandschuhe und geeignetes Grillbesteck!

Für den Fall, dass sich im Rahmen Ihres Grillabends dennoch jemand verletzt, hier einige Erste-Hilfe-Tipps:

1) Brennende Kleidung mit Wasser, Decken oder durch Wälzen am Boden löschen.
2) Verbrannte Stellen sofort unter fließendes kaltes Wasser halten und mindestens 10 bis 15 Minuten kühlen. So wird die Wärme von der Brandwunde abgeleitet und die Schmerzen werden gelindert.
3) Über den Notruf 144 die Rettungsstelle Ebreichsdorf verständigen oder die brandverletzte Person mit dem PKW zur Rettungsstelle oder ins Krankenhaus bringen. Den Brandverletzten auf Grund der Schockgefahr nicht mehr selbst fahren lassen!
4) Kleidung entfernen, so ferne diese nicht mit der Wunde verklebt.
5) Mit Dreiecktüchern oder anderem Verbandsmaterial einen möglichst keimarmen Wundverband anlegen. Immer eine Wundauflage verwenden. Auf keinen Fall Salben, Puder oder „bewährte“ Hausmittel auf die Wunde geben. Diese verkleben mit der Wunde und erschweren dem Arzt die weitere Versorgung der Wunde.

Ich würde Ihnen auf jeden Fall zum Besuch eines Arztes oder eines Krankenhauses raten, wenn die Brandverletzung über die „kleine Brandblase“ hinausgeht. Brandverletzungen können hässliche Narben hinterlassen. Außerdem besteht bei Brandwunden akute Infektionsgefahr. Komplikationen im Heilungsprozess können auftreten.

Abschließend bleibt mir nur noch, Ihnen einen schönen erholsamen Sommer und guten Appetit zu wünschen. Mit der entsprechenden Vorsicht steht dem nichts im Wege.