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Frühdefibrillation

Unter Frühdefibrillation versteht man den frühestmöglichen Zeitpunkt, zu dem ein Notfallpatient mit Kammerflattern oder - flimmern defibrilliert werden soll.
Die bereits durch eingehende Studien in Deutschland und den USA nachgewiesene Notwendigkeit der Frühdefibrillation steht außer Zweifel. Die Überlebenschance bei plötzlichem Herztod hängt entscheidend davon ab, ob innerhalb der ersten vier Minuten nach dem Kreislaufstillstand mit der Basis-HLW begonnen wird und ob die erweiterten Maßnahmen ( Defibrillation und medikamentöse Therapie ) innerhalb von weiteren sechs Minuten durchgeführt werden können. Je länger die Basismaßnahmen andauern, umso geringer ist die Aussicht auf eine spätere erfolgreiche Defibrillation.
Nach ca. 10 Minuten Basiswiederbelebung besteht nur noch bei 50 % der Patienten mit anfänglichem Kammerflattern oder - flimmern auch weiterhin Kammerflattern oder - flimmern. Bedenkt man, dass bei 80 % aller sterbenden Herzen vor dem Herzstillstand Kammerflattern oder - flimmern auftritt, kommt diesem Untersuchungsergebnis eine besondere Bedeutung zu. Ziel einer gut funktionierenden Rettungskette muss es daher sein, innerhalb von 10-15 Minuten die Defibrillation vor Ort gewährleisten zu können. Ein Notarztsystem stellt nur dann eine Alternative zur Frühdefibrillation durch Sanitäter dar, wenn der Notarzt - in der Regel - gleichzeitig mit oder vor dem Rettungsdienst am Einsatzort eintreffen kann.

Allgemeines

Seit 2008 ist der Arbeiter-Samariter-Bund Feldkirch mit den neuen, halbautomatischen Defibrillatoren Lifepak 1000 der Firma Medtronic ausgerüstet.