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Samariter-Wasserrettung übt gemeinsam mit der Polizei Zell am See

31.10.2018: Die ASBÖ Wasserrettung Zell am See trainierte zum Saisonabschluss zusammen mit der Polizei Zell am See bei Dunkelheit noch einmal die Personensuche am See.


Die Zeller Wasserretterinnen und Wasserretter stehen im Notfall, bei Überwachungen, technischen Hilfeleistungen aber auch bei Planungen von Veranstaltungen oft lang im Vorhinein bereit. Um für all die Herausforderungen gerüstet zu sein trainieren die Mitglieder regelmäßig in den verschiedensten Gewässern des Pinzgaus für den Ernstfall. Zum Trainingsabschluss der Freiwassersaison am Zeller See wurde noch eine Einsatzübung durchgeführt.  

Stürmische Bedingungen

Geübt wurde unter sehr anspruchsvollen Bedingungen wie Übungsleiter Kling Michael von der Zeller Wasserrettung berichtet: "Jetzt ist es am Abend schon sehr früh dunkel, dazu waren am See noch sehr stürmische Bedingungen mit entsprechend hohem Wellengang. Da ist schon eine Herausforderung die Einsatzkräfte sicher ins und auch wieder aus dem Wasser zu bringen bzw. Personen in die Boote zu retten. Die Sicht für die Taucher sind bei diesen Bedingungen sehr eingeschränkt. Im Übungsgebiet ist das Wasser noch dazu nicht tief und ein starker Unterwasserbewuchs. Das fordert auch die Bootsmannschaften! Aber genau das wird und darf im Ernstfall auch erwartet werden. Die Einsatzkräfte kommen, egal wann und wo es notwendig ist."

Die Wasserrettungsjugend übte fleißig mit

Gemeinsam mit einer Bootsmannschaft der Polizeiinspektion Zell am See und tatkräftiger Unterstützung der Wasserrettungsjugend wurde geübt. Um kurz nach 18.00 Uhr gab es dann den Einsatzauftrag: "Zwei vermisste Personen (Puppen). Letzte Sichtung im südlichen Bereich des Zeller Sees. Wasserrettung Zell am See führt mit der Polizei Zell die Suchaktion durch!" Das Polizeiboot rückte sofort aus. Mit dem Sidescansonar wurde das Suchgebiet systematisch abgefahren und "mögliche Funde" durch Bojen markiert und so das Suchgebiet für die Taucher eingeschränkt. Die ausgerückten Wasserrettungstaucher suchten in weiterer Folge mittels Suchmuster das Einsatzgebiet ab und konnten schnell eine der Puppen auf das bereitstehende Einsatzboot retten. Das seichte Wasser im Uferbereich konnte mit Booten und Tauchern nicht abgesucht werden. Hier übte die Wasserrettungsjugend. Sie zeigten ihr Können in der Kettensuche durch Rettungsschwimmer. Auch diese Puppe konnte innerhalb kürzester Zeit ausfindig gemacht und gerettet werden.

Übung macht die Meister!

Für die Wasserrettungsjugend stellen solche Übungen einen wichtigen Teil ihrer Ausbildung dar. Die fünf Jugendlichen trainieren das gesamte Jahr gemeinsam mit den Einsatzkräften. Bei Einsatzübungen können sie ihr Können unter Beweis stellen, übernehmen wie bei dieser Übung auch selbstständig Verantwortung. "Die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen, das Trainieren der Schnittstellen, ist genauso wichtig wie das Üben des wasserretterischen Handwerks! Die Übung hat gezeigt, dass sowohl die Zusammenarbeit, als auch das "Handwerk" beherrscht wird! Mich freut es besonders, dass unsere Jugendlichen in dieser Übung ihr Können auch bei sehr fordernden Bedingungen unter Beweis stellen konnten! Das macht zum einen stolz und zeigt, dass man sich auch in Zukunft auf Können und Einsatzbereitschaft der Zeller Wasserrettung verlassen kann!", stellte Mag. Kling Michael, Ausbildungsleiter der Zeller Wasserretter, am Ende der Übung zufrieden fest. 

2000 Stunden Training im Jahr

Die Mitglieder der Samariterbund Wasserrettung Zell am See trainierten dieses Jahr schon über 2000 Stunden. Das Training reicht von der Eisrettung im Winter über die Funkausbildung am neuen Digitalfunk, Seilausbildung, dem Kerntraining das Rettungsschwimmen, der Ersten Hilfe bis hin zur Ausbildung im Fließwasser. Im abgelaufenen Jahr waren es 75 Trainings und Übungen von April bis Ende Oktober. Auch über den Winter hinweg wird selbstverständlich weitergeübt. Die Zeit wird zum einen für die Ausbildung im Hallenbad genutzt. Rettungsschwimmtechniken, aber auch die Verbesserung des schwimmerischen Eigenkönnens werden regelmäßig trainiert. Zum anderen üben Taucher das ganze Jahr im See um jederzeit für Notfälle vorbereitet zu sein.