Inhalt
< vorheriger Artikel

Günther Bahr ist am 03.11.2011 unerwartet im Alter von 67 Jahren verstorben

Es wird an anderer Stelle Gelegenheit sein, die vielfältigen Leistungen des so unerwartet verstorbenen ORR Günther Bahr im Bereich seines Grundberufes als Journalist und österreichweit bekannter Moderator bzw. Medienspezialist darzustellen. Ebenso wird der unermüdliche Einsatz von Günther Bahr in verschiedensten Bereichen des Samariterbundes gewürdigt werden. An dieser Stelle soll die bedeutende und wesentliche Leistung von Günther Bahr für das Betreuungsteam des ASBÖ im Mittelpunkt stehen.


Als im Jahr 2000 nach der Gasexplosion von Wilhelmsburg der Landesverband Niederösterreich entschied, Strukturen für eine Hilfe für die Helfer zur Ausbildung von Peers aufzubauen, waren Günther Bahr und seine Frau Gertrude bereits beim allerersten SvE-Kurs, der ausgerichtet wurde als Teilnehmer dabei. Bereits in der Aufbauzeit, noch vor der ersten KIT-Ausbildung zwang das Donau-Hochwasser von 2002 die junge Gruppe von Peers in den Einsatz im Raum Ybbs und Pöchlarn. Günther Bahr koordinierte diesen Einsatz. Der Lohn der Arbeit war der Gewinn der Schutzengeltrophäe des Landes Niederösterreich. In der Folge war Günther Bahr wesentlich am Aufbau der Landesstrukturen des Betreuungsteams Niederösterreich beteiligt und war jahrelang Leiter des Teams Niederösterreich Süd. Als sich die Gelegenheit bot, Betreuungsteam-Strukturen in Wien aufzubauen, war wieder er Mann der ersten Stunde und wurde der erste Leiter des Betreuungsteams Wien. Dort erlebte er auch den Höhepunkt seiner Tätigkeit für das Betreuungsteam, als er im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Wien zum Koordinator der verschiedenen Betreuungsteams der „Vier für Wien“ ernannt wurde und diese Aufgabe unter Aufbietung aller Kräfte zur vollen Zufriedenheit aller Organisationen erfüllte.

Günther Bahr saß auch als einer der Vertreter des Teams in der Österreich-Plattform für Akutbetreuung und Krisenintervention. Er absolvierte ein Studium für Psychotraumatologie an der Donau-Universität Krems und stand kurz vor seinem Abschluss zum Master of science. Gleichzeitig war er bereits im Bereich Trauma und Medien als Vortragender an der Donau Universität Krems tätig. Bis Zuletzt war er der Bundesleiterstellvertreter des österreichischen ASBÖ-Betreuungsteams und war für die Bereiche KHD und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

Sein Tod ist für uns unfassbar. Als Mensch mit einer tiefen Liebe für den Mitmenschen wird er unersetzlich bleiben. Unser Mitgefühl gilt in ganz besonderer Weise seiner Frau und seinem Sohn.

 

Ein Nachruf von:

Dr. Franz Holzhauser MAS

Leiter des ASBÖ Betreuungsteams Österreich