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24 Tage zum Nachdenken

Gerade die Weihnachtszeit mit ihren vielfältigen Traditionen, Angeboten und gesellschaftlichen Zwängen führt Kindern in Armut besonders unerbittlich vor Augen, dass sie Außenseiter inmitten einer vom Wohlstand geprägten Gesellschaft sind. Der Samariterbund hat heuer einen „etwas anderen“ Weg gewählt, um auf die alltäglichen Sorgen und Probleme von armutsgefährdeten Familien aufmerksam zu machen, denen das Geld für wichtige Medikamente, Untersuchungen oder Therapien fehlt.


Dezember2007

Der Online-Adventkalender „24 Tage zum Nachdenken“ (adventkalender.samariterbund.net) ermöglicht im Dezember Einblicke in eine Welt, in der die Lichter nicht ganz so prächtig leuchten und wo der „Zauber der Weihnacht“ nur dann möglich ist, wenn er nichts oder fast nichts kostet. Gleichzeitig eröffnet er Menschen, die mit einer Spende konkret helfen wollen, einen unkomplizierten Weg via Online-Spende.

 

An jedem Tag öffnet sich ab 1. Dezember per Mausklick ein weiteres Kästchen, das die Adventszeit aus der Sicht von Kindern aus armutsgefährdeten Familien zeigt. Armut findet in Österreich nicht nur in Heimen, Notunterkünften oder auf der Straße – sondern womöglich eine Wohnung weiter - statt. Sie beginnt damit, dass nach der ersten Monatshälfte trotz sparsamem Lebenswandel kein Geld mehr für Lebensmittel da ist.

 

Rund eine Million Österreicher – davon 113.000 Kinder - gelten laut „Statistik Austria“ als „armutsgefährdet“ und haben Monat für Monat mit diesen (und ähnlichen) Grundproblemen zu kämpfen. Statistisch werden Einpersonenhaushalte als „armutsgefährdet“ bezeichnet, die mit € 10.796 Jahreseinkommen – also rund 900 Euro pro Monat – auskommen müssen. Bei einer Familie mit zwei Kindern sind es, statistisch betrachtet, € 1.889 Monatseinkommen, ab denen es in vielerlei Hinsicht eng wird.

 

Wenn auch kein Geld mehr für Medikamente, Untersuchungen oder Therapien da ist, kann Armut lebensbedrohlich sein. Die Samariterbund Wohlfahrts-Stiftung „Fürs Leben“ unterstützt hilfsbedürftige kranke Kinder (und Jugendliche bis 16 Jahren) und hilft somit jenen, die durch das soziale Netz fallen. Nähere Informationen über die Stiftung gibt es auch im Internet unter www.fuersleben.at.