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Ab 27. September: Kinofilm "Zu ebener Erde" im Stadtkino

Menschen, die auf der Straße leben, macht die Kinodokumentation ZU EBENER ERDE sichtbar und porträtiert sie mit viel Feingefühl aus nächster Nähe. Das Samariterbund Winterquartier in der Gudrunstraße war einer der vielen Schauplätze dieses Films.


Die Kinodokumentation ZU EBENER ERDE begleitet Männer und Frauen, die in Wien ohne Obdach leben und vom Rest der Welt oft nicht wahrgenommen werden. Zwischen sensibler Nähe und respektvollerDistanz erzählen die eindringlichen Porträts von der Bewältigung des Alltags auf der Straße, von Freiheit und Abhängigkeit, von Bedürfnissen und Grenzen, von Krankheit, Tod und letztlich der unteilbaren Würde des Menschen.

Ob am Weg zum Büro, ins Kino oder sonst wohin - sie sind immer da. Unscheinbar, kaum wahrnehmbar. Zum Teil sehr kreativ in Nischen des öffentlichen Raums versteckt, dann wieder ganz offensichtlich.

Die drei FilmemacherInnen Birgit Bergmann, Steffi Franz und Oliver Werani wollten Menschen vom äußersten Rand der Gesellschaft aus ihrer Anonymität holen und ihnen somit eine Stimme geben. Fast ein Jahr lang wurde Herr Birkner auf seinen routinierten Wegen durch Parkanlagen, zu provisorischen Schlafplätzen oder Sozialeinrichtungen begleitet. Hedy hingegen mied auch bei klirrender Kälte längere Aufenthalte in beengten Unterkünften und baute sich im Wald am Stadtrand einen höhlenartigen Unterschlupf aus Zweigen.Ebenso wenig ausgespart werden aber auch der ruppige Umgangston zwischen Laco und seiner zerbrechlich
wirkenden Ehefrau Katka oder bedrückende Szenen, die in alkoholbetäubter Leere zerfließen.

Bei der Premiere am 27. September 2018 erhalten die Kinobesucher gegen eine Spende zugunsten der Obdachlosenhilfe des Samariterbunde Wiens eine der schönen, bunten, selbstgestrickten Wollhauben oder Handschuhe und Schals von Frau Ricky.

Filmstart:

27. September 2018, 20 Uhr

Stadtkino im Künstlerhaus, Akademiestr. 13, 1010 Wien