Inhalt
< vorheriger Artikel

Ausbau von "R3" im Laufen

Der Samariterbund Wien führt im Auftrag des "Fonds Soziales Wien" eine neue Einrichtung für wohnungslose Menschen. Das "Übergangswohnhaus" soll Männern und Frauen vorübergehend Unterkunft bieten.


Seit Anfang November 2007 hat der Samariterbund Wien ein Übergangswohnhaus angemietet, das 186 von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen ein vorübergehendes Zuhause bieten wird. In 93 Doppelzimmern, die jeweils mit einer Kochnische und Sanitärräumen ausgestattet sind, können die BewohnerInnen in größtmöglicher Eigenständigkeit leben.

 

Eine erste wichtige Etappe wurde kürzlich abgeschlossen. 40 Klienten konnten bisher in das Übergangswohnhaus einziehen, bis Ende April wird die Ausbaustufte II abgeschlossen sein. Dann werden rund 80 wohnungslose Personen die Samariterbund-Einrichtung nutzen können. Die Adaptierungsarbeiten (v.a. Infrastruktur, Teamräume) gehen zügig voran.

 

Ziel der neuen Einrichtung ist es, Menschen in akuter Obdachlosigkeit ein stabiles Umfeld und Betreuung zu bieten. Dazu werden Perspektiven und Realisierungsstrategien in Hinblick auf eigenständiges, unbetreutes Wohnen entwickelt. Neben einem fixen Wohnplatz auf Zeit wird sozialarbeiterische Beratung, Betreuung und Begleitung angeboten.

 

Besonders erfreulich ist der Umstand, dass nun auch Frauen auf das Hilfsangebot des Samariterbundes zurückgreifen werden können. Deshalb wird das Betreuungsteam eine geschlechtssensible Beratung anbieten. Die BewohnerInnen verlassen das Wohnhaus, sobald sie eine eigene Wohnung anmieten und eine feste Beschäftigung finden können oder in ein Existenz sicherndes Hilfenetz vermittelt werden.

 

Neben den Wohneinheiten stehen den BewohnerInnen Aufenthaltsräume, Beratungsräume und ein gemeinsamer Garten zur Verfügung. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass das neue Haus Rahmenbedingungen bietet, die einerseits ein aktives Gemeinschaftsleben und andererseits entsprechende Rückzugsmöglichkeiten für die BewohnerInnen ermöglichen", so der Geschäftsführer des Samariterbundes Wien Oliver Löhlein.

 

"Für den Samariterbund bedeutet dieses neue Betreuungsangebot eine weitere große Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die von einer drastischen Form von Armut betroffen sind", so der Präsident des Wiener Samariterbundes Dr. Siegfried Sellitsch.