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Erdbeben in Haiti: Soforthilfe des Samariterbundes

Der Samariterbund ist seit Bekanntgabe der Katastrophe in Haiti einsatzbereit. Sofort nach Einlangen des Erdbebenalarms-SMS am 12.01.2010 um 22:17 Uhr wurde im der Einsatzzentrale des Samariterbundes die Alarmstufe II (Einsatzmöglichkeit) ausgerufen, das Lagezentrum besetzt und mit Lageerkundungen begonnen.


Am 13. Jänner 2010 um 01:41 Uhr wurde vom Beobachtungs- und Informationszentrum der Europäischen Union in Brüssel ein Voralarm ausgelöst.

 

Der Samariterbund begann umgehend die Verfügbarkeit des Einsatzpersonals für einen möglichen Katastrophenhilfeeinsatz in den Bereichen USAR (Urban Search and Rescue) und medizinische Basisversorgung der betroffenen Bevölkerung zu prüfen. Zeitgleich wurde über internationale Verbindungen versucht, das ungefähre Schadensausmaß und die erwarteten Opferzahlen zu eruieren, um umfangreiche und vor allem richtige Katastrophenhilfe leisten zu können.

 

In den Morgenstunden des 13. Jänner 2010 wurde der Entwicklungszusammenarbeitsexperte und Projektleiter für Zentralamerika der GEZA (Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH des Samariterbundes), Mag. Gerhard Kovatsch, in Nicaragua kontaktiert, um eine Ersterkundung im Katastrophengebiet durchzuführen. Dieser erfahrene Mitarbeiter wird am 15. Jänner um 21:07 von Managua über Miami ins Katastrophengebiet fliegen, um im Auftrag des ASBÖ die Erkundungen für Hilfsmaßnahmen vor Ort aufzunehmen.

 

Der ASBÖ steht dem BM.I im Falle einer österreichischen Beteiligung am Katastrophenhilfseinsatz in Haiti mit einem Emergency Medical Team zur Verfügung. Ebenfalls wurde der Bundeswarnzentrale des Innenministeriums das Modul MUSAR (Medium Urban Search and Rescue) des ASBÖ für eine mögliche Entsendung bereitgestellt, mit dem Hinweis, dass die Entsendung von USAR Teams wegen der langen Anreisezeit nicht als sinnvoll erachtet wird. Um 21:00 Uhr wurde vom BM.I mitgeteilt, dass das BM.I nicht beabsichtigt Katastrophenhilfeeinheiten in das Katastrophengebiet Haiti zu entsenden.

 

Gerhard Kovatsch wird voraussichtlich am 16. Jänner um 10.20 Uhr Ortszeit in Port-au-Prince eintreffen und dann umgehend mit der Erkundung beginnen. Die Rückreise von Gerhard Kovatsch ist für den 20. Jänner 2010 vorgesehen. Während dieser Zeit wird in der Abteilung Einsatz des Samariterbundes ein Back Office errichtet und betrieben, um jederzeit für Kovatsch erreichbar zu sein. Sofort nach einem ersten Lagebericht, wo die Not am größten ist und wie am besten geholfen werden kann, wird die Einsatzleitung des ASBÖ entsprechende humanitäre Hilfslieferungen vorbereiten.

 

 

Der ASBÖ ruft zur Solidarität auf und bittet um Spenden!

Spendenkonto: PSK, 00001-834-000, BLZ 60000, Kennwort: Erdbebenhilfe Haiti

oder zugunsten der Aktion Nachbar in Not (Spendenkonto: PSK 90.150.300; BLZ 60.000; Kennwort „Erdbeben Haiti“).

 

Die Spenden sind steuerlich absetzbar.