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Frauen, die den Samariterbund prägen!


Ragna Knoll: Ein gutes Leben für Sterbende

Stefanie Göttlich: Die Lebensretterin

Christine Okresek: Einsatz mit viel Leidenschaft

Rabiaa Abu-Zeid: Helfen macht Freude

Von der Pflegerin bis zur Lebensretterin, von der Sanitäterin bis zur Preisträgerin! Es sind Frauen, die den Samariterbund prägen: Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März stellen wir einige tolle Mitarbeiterinnen des Samariterbundes vor. Sie stehen stellvertretend für alle haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen.

Ragna Knoll: Ein gutes Leben für Sterbende

Mit viel Einfühlungsvermögen und Liebe zu den Menschen geht Ragna Knoll an ihre Arbeit. Sie ist diplomierte Pflegefachkraft und Palliativ-Beauftrage beim Samariterbund. Im Alltag ist sie oft mit dem Thema Tod konfrontiert. "In unseren Schulungen haben wir gelernt, das Thema Tod direkt anzusprechen. Und es zeigt sich, dass das für die Betroffenen sehr befreiend ist", erzählt sie. Ein Team wird zusammengestellt, das eine optimale Betreuung bis zum Lebensende ermöglicht. Die Patienten fühlen sich dadurch sicher und geborgen. "Für mich steht im Fokus, dass ich die Wünsche eines schwerkranken Menschen erfüllen kann. Ich weiß dann, dass der Mensch im Rahmen der Möglichkeiten bis an sein Ende gut gelebt hat."

Stefanie Göttlich: Die Lebensretterin

Berührungsängste vor fremden Menschen hatte Stefanie Göttlich nie. Schon als Schülerin arbeitete sie im Sozialbereich. Beim Samariterbund absolvierte sie als junge Studentin einen Erste-Hilfe-Kurs und begann eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin. Den theoretischen Teil hatte sie bereits abgeschlossen, von den Praxisstunden erst die Hälfte absolviert, als im vergangenen Frühling ein chinesischer Tourist neben ihr in der U-Bahn zusammensackte. Blitzschnell reagierte die junge Frau. Sie überprüfte den Puls, und als dieser nicht mehr wahrnehmbar war und der Mann zusammensackte, begann sie mit der Reanimation bis die Rettung eintraf und den Mann ins Krankenhaus überstellte. Der Mann überlebte den Unfall dank der schnellen Hilfe.

Christine Okresek: Einsatz mit viel Leidenschaft

Christine Okresek und ihr wunderbares Team aus dem UMF-Haus Liebhartstal bewältigten Unglaubliches, als 2015 Schutzsuchende nach Österreich flüchteten. Zuerst wurden 30 unbegleitete minderjährige Mädchen aus Traiskirchen in der Flüchtlingseinrichtung aufgenommen, schnell erhöhten sich die Zahlen, ohne dass Strukturen und Ressourcen vorhanden waren. "So ein Jahr erlebt man nicht oft", erinnert sich Okresek. Der Einsatz blieb auch von der Außenwelt nicht unbemerkt: Die internationale Jury des "Bruno Kreisky Preises für Verdienste um die Menschenrechte" beschloss einstimmig, den Menschenrechts-Preis 2017 der Leiterin des UMF-Hauses Liebhartstal und ihrem Team zu verleihen. Am 9. Juni 2017 nahm Christine Okresek den großartigen Preis entgegen.

Rabiaa Abu-Zeid: Helfen macht Freude

Als Rabiaa acht Jahre alt war, hatte sie ein Erlebnis, das ihr ganzes Leben prägte: Ihr Vater erlitt einen Herzinfarkt und die Rettung kam nicht rechtzeitig, da ihr Haus auf den Golan Höhen hoch oben am Berg schwer erreichbar war. Damals entschloss sie sich, selbst Sanitäterin zu werden. Als sie nach Österreich zog und beim Samariterbund als Rettungsfahrerin zu arbeiten begann, war ihre Mission klar: "Ich mache meine Arbeit von ganzem Herzen. Ich kann einfach nicht wegschauen, wenn jemand Hilfe braucht".