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Geburt im Rettungswagen

Dem kleinen Effe konnte es nicht schnell genug gehen. Er kam am 27. Mai 2009 auf dem Weg ins Krankenhaus in einem Rettungswagen des Samariterbundes zur Welt.


Für die Sanitäter Claudia Eitzenberger und Marcus Wagner sowie den ehrenamtlichen Mitarbeiter Julian Raming war es eine Fahrt wie jede andere. Bei Sülhiye G. hatten die ersten Wehen eingesetzt, alle fünf Minuten eine Kontraktion, also bestimmt noch zwei Stunden Zeit bis zur Geburt. Doch während der Fahrt ins Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital kommt aus dem Wageninneren die Warnung: Blasensprung. Und das Köpfchen ist auch schon zu sehen. Claudia Eitzenberger sucht schnell eine Abstellmöglichkeit, geht nach hinten und kann gleich das Köpfchen auffangen. Die Schultern stecken noch fest, doch bei der nächsten Presswehe ist Effe schon da. Geburtszeit: 18:10 Uhr. Geburtsort: Rettungswagen 321, Ecke Neilreichgasse-Davidgasse.

Die Fahrt geht weiter zum Krankenhaus, wo der Vater Ayhan G. schon etwas nervös wird. Die Sanitäterin Eitzenberger drückt ihm gleich ihre Schere in die Hand; der Vater hat zwar die Geburt verpasst, kann aber immerhin noch die Nabelschnur durchschneiden. Mit 2.820 Gramm, 48 Zentimetern Länge und 34 Zentimeter Kopfumfang ist der kleine Effe noch etwas zart, atmet aber tüchtig und ist rundum gesund.