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Große ABC-Übung in Wien: Samariterbund stark im Einsatz

Am 18. Juni 2014 fand in Wien am Gelände des Kraftwerks Donaustadt eine groß angelegte Übung statt. Gemeinsam trainiert wurde das sogenannte C-Szenario nach den Richtlinien des „ABC Planes Land Wien“ (ABC= Atomar-Biologisch-Chemisch).


Das Szenario: Im Kraftwerk war die Industriechemikalie Phenol ausgetreten; drei Schwerverletzte und 40 Leichtverletzte wurden gemeldet.

Nach der Rettung der Verletzten durch die Berufsfeuerwehr Wien übernahmen die Wiener Berufsrettung in enger Zusammenarbeit mit dem Samariterbund Wien, dem Wiener Roten Kreuz und den Johannitern die Erstversorgung der Patienten. Kontaminierte Personen wurden im Hygienezentrum der Stadt Wien in der Rappachgasse dekontaminiert, die verletzen Patienten im Donauspital zur weiteren Behandlung übergeben.

Pro Rettungsorganisation waren zwei Rettungsfahrzeuge mit jeweils einem Kommandanten im Einsatz. In die Einsatzübung einbezogen war auch die Bundespolizeidirektion Wien, die mit Spezialkräften unterstützte und die entsprechenden Absperrungen und Verkehrsmaßnahmen durchführte.

Die Verpflegung der rund 100 TeilnehmerInnen mit Getränken und Speisen erfolgte durch den ASB und das RK. Unterstützung gab es auch von den Wiener Linien, die die unverletzten kontaminierten Personen mit einem Linienbus ins Hygienezentrum brachten. Die Feuerwehr hatte bei dieser Übung die Gesamteinsatzleitung über, die auch die ersten Dekomaßnahmen durchführte; die rettungsdienstliche Führung wurde von der Berufsrettung Wien sichergestellt. Um ein entsprechendes Resümee aus dem Übungseinsatz zu ziehen, hatte jede Einsatzorganisation einen Vertreter in der Übungsleitung und als Beobachter vor Ort.

Bei der Pressekonferenz im Hygienezentrum wurde neben der Beantwortung der Journalistenfragen auch die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten betont.