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Grundsteinlegung in der Pillergasse

Am 5. September erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau neben dem Landesverband-Gebäude in der Pillergasse im 15. Bezirk. Kernstück werden zwei Wohnhäuser für sozial betreutes Wohnen sein.


„In den letzten Jahren ist der Wiener Samariterbund stark gewachsen. Von Essen auf Rädern bis hin zur Heimpflege bieten wir die verschiedensten Arten von Sozialdiensten an. Ich freue mich, dass wir mit dieser Grundsteinlegung ein weiteres Zeichen für soziale Verantwortung setzen und dass die Stadt Wien unsere Expansionspläne so eifrig unterstützt“, verkündete der Präsident des Samariterbundes Wien, Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch bei der Grundsteinlegung. Gute zwei Jahre bleiben den Bauherren, um ein neues, modernes Gebäude zu errichten, das allen Ansprüchen gerecht wird, wie beispielsweise barrierefreie Zugänge. Im Februar 2010 kann dann das neue Gebäude begutachtet werden. Es bietet dann zwei Wohnhäuser für 120 von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen. Gefördert wird die neue Einrichtung des Samariterbundes vom Fonds Soziales Wien aus Mitteln der Stadt Wien.

 

Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, erklärt: „Mit diesem Projekt für Menschen, die unsere Hilfe brauchen, setzen wir wieder ein starkes Zeichen für die inhaltliche Ausrichtung des Samariterbundes. Darüberhinaus wird durch die zwei Wohnhäuser die Verbundenheit zwischen der Bundes- und der stärksten Landesorganisation auch optisch widergespiegelt.“

 

Stadträtin Sonja Wehsely sieht in der Grundsteinlegung einen weiteren Puzzlestein für die Vielfalt im Bereich sozial betreutes Wohnen. „Es ist nicht nur ein leeres Wort, dass in Wien niemand auf der Strecke bleibt. Mit dem Samariterbund als Partner setzten wir kräftige Taten für Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht auf der Butterseite gelandet sind.“

 

Die neue Einrichtung besteht aus zwei getrennten Häusern mit insgesamt 120 Einheiten für sozial betreutes Wohnen. Eine Wohneinheit umfasst rund 25 Quadratmeter mit einer Dusche, Küche sowie Wohn-Schlafraum. Maximal 23 Paarwohnungen sind geplant. Beide Häuser werden Aufenthaltsräume und Kantinen umfassen.

 

Sozial betreutes Wohnen richtet sich an zwei Zielgruppen: Zum einen an Menschen, die unter Mehrfachproblematiken leiden und eine betreute Wohnform benötigen. Zum anderen an Personen, die einst im Geriatriezentrum untergebracht wurden, aber auf Grund ihres Genesungsfortschritts nunmehr betreut, aber nicht mehr gepflegt werden müssen. Die BewohnerInnen in der Pillergasse werden sowohl Frauen als auch Männer sowie Paare sein. Geplant ist außerdem ein eigener Bereich für schutzbedürftige Frauen.

 

Für die Betreuung der BewohnerInnen steht wie gewohnt ein multiprofessionelles Team aus SozialarbeiterInnen und WohnbetreuerInnen zur Verfügung. Es bietet den KlientInnen die Unterstützung an, die sie benötigen, um ihren Alltag zu bewältigen und gemeinsam mit anderen BewohnerInnen Aktivitäten setzen zu können.