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Hilfe auf zwei Rädern: Samariterbund präsentiert neue Motorrad-Staffeln

Um rascher bei Notfällen zu sein, setzt der Samariterbund auch auf Zweiräder im Rettungs- und Ambulanzdienst.


Die Vorteile des Motorrades im Rettungsdienst für SanitäterInnen oder NotfallsanitäterInnen sind in vielen Bereichen unschlagbar, insbesondere wenn es um schnelle Hilfe bei Verkehrsstaus oder bei schwer erreichbaren Einsatzorten im unwegsamen Gelände geht. Der Fokus der Motorradstaffeln liegt in der Erstversorgung am Unfallort und ist eine optimale Ergänzung zum Rettungswagen. Zum Einsatz kommt die Motorradstaffel aber auch im Bereich der Ambulanzdienste. "Vor allem Veranstalter von sportlichen Großevents wollen auf die SanitäterInnen am Motorrad nicht mehr verzichten. Kommt es zu einem Zwischenfall, so sind die Ersthelfer viel rascher am Unfallort. Zudem können die Bewerbe meist ungestört weitergehen", erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.

Wendig und schnell: 13 Motorräder im Einsatz

Die Motorradstaffeln sind in Wien, Tirol, Kärnten und Burgenland im Einsatz. Es wurden 13 Motorräder verschiedener Herstellermarken angeschafft.Alle BikerInnen haben eine spezielle Ausbildung. Als First Responder sind sie allein auf sich gestellt und müssen in sekundenschnelle Entscheidungen treffen. "Diese Stresssituationen müssen gut trainiert werden. Wir wissen, dass die psychische Belastung unserer MitarbeiterInnen sehr hoch sein kann", erklärt Reinhard Hundsmüller. Mittlerweile wurden an die 40 Mitarbeiterinnen speziell für diesen Einsatzbereich ausgebildet.

EH-Kurse für BikerInnen

Der Samariterbund bietet auch Erste-Hilfe-Kurse für Motorrad-FahrerInnen an. Die Schulungen sind sehr praxisorientiert. "In den vergangenen Jahren hat das Interesse an diesen Kursen zugenommen. Das Sicherheitsbewusstsein ist unter den MotorradfahrerInnen stark gestiegen", so Reinhard Hundsmüller.​