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Jetzt unterschreiben: Petition "Housing For All"

Die europäische Bürgerinitiative setzt sich für das Menschenrecht auf leistbares Wohnen ein. Jetzt online unterstützen!


Der Samariterbund unterstützt die europäische Bürgerinitiative "Housing For All". Diese kritisiert, dass immer mehr Menschen in Europa unter prekären Wohnverhältnissen leben müssen, da es an leistbarem Wohnraum fehlt. Viele EuropäerInnen können sich das Wohnen einfach nicht leisten - konkret waren es im Vorjahr in Europa 700.000 Menschen, die zumindest vorübergehend obdachlos waren.

Die Plattform "Housing for all" startet nun eine konzertierte Kampagne, deren Kernelement eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist. Die Petition braucht eine Million Unterschriften. Die Initiative mit Ursprung in Österreich hat Unterstützer in 15 europäischen Ländern.

Die Bürgerinitiative fordert die Europäischen Gesetzgeber auf, die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen in der EU zu verbessern.

Die Forderungen sind:

1. Erleichterung des Zugangs für alle zu leistbarem und sozialem Wohnbau

2. Keine Anwendung der Maastricht-Kriterien auf öffentliche Investitionen in bezahlbaren und sozialen Wohnbau

3. besserer Zugang zu EU-Finanzmitteln für gemeinnützige und nachhaltige Wohnbauträger

4. soziale und wettbewerbsgerechte Regeln für Kurzzeitvermietungen über Online-Plattformen

5. kleinräumige statistische Erfassung des Wohnbedarfs in Europa "Wohnen ist ein Menschenrecht.

"Wohnen ist ein Menschenrecht. Vor allem in vielen Städten Europas geraten immer mehr Menschen angesichts enorm hoher und weiter steigender Wohnkosten unter Druck. Neben Niedrigverdienern ist es mittlerweile eine breite Bevölkerungsschicht, die darunter leidet. Der Samariterbund setzt sich für mehr leistbaren Wohnraum ein und befürwortet diese Initiative", sagt Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens.

"Wohnen ist ein 'Big Business' geworden", bestätigt Karin Zauner-Lohmeyer, Sprecherin der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) Housing for All: "Es wird viel zu wenig in bezahlbares Wohnen investiert." Ganze Stadtteile würden mittlerweile "in Erwartung hoher Profite aufgekauft", die Folge davon wäre, dass es in vielen Städten für bestimmte Berufsgruppen keinen Wohnraum mehr gebe.

Ziel ist es nun, bis März 2020 eine Million Unterschriften zu sammeln bzw. in mindestens sieben Staaten eine festgelegte Mindestanzahl an Unterstützungserklärungen zu erreichen, damit die Anliegen der Initiative von der EU-Kommission und vom Europäischen Parlament behandelt werden müssen.

JETZT UNTERSTÜTZEN!

Alle Informationen zur Initiative und den Forderungen: https://www.housingforall.eu/de/wohnen-muss-bezahlbar-sein-fuer-alle/