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Neue Samariter-Einrichtung für wohnungslose Menschen

Der Samariterbund Wien hat in der Wiener Wohnungslosenhilfe mittlerweile einen fixen und wichtigen Platz eingenommen. Die beiden Nächtigerquartiere "Haus Otto" und "R2" sicherten in den vergangenen beiden Jahren über 35.000 Mal eine ruhige Nacht für bis zu 120 wohnungslose Männer. Mit einem erfahrenen Team im Rücken setzt der Samariterbund Wien in der Wohnungslosenbetreuung nun einen weiteren Schritt: Im Auftrag des "Fonds Soziales Wien" und finanziert aus Mitteln der Stadt Wien führt der Samariterbund Wien eine neue Einrichtung für wohnungslose Menschen.


Das Übergangswohnhaus "R3" wird Frauen, Männern und Paaren über mittelfristige Zeiträume hinweg Unterkunft bieten. Im Gegenzug wurde das Nächtigerquartier "R2" geschlossen. Das "Haus Otto" führt ab 1. Mai 2008 das Wiener Rote Kreuz.

 

Seit Anfang November 2007 bietet das Übergangswohnhaus "R3" rund 80 von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen ein vorübergehendes Zuhause. Künftig können in 93 Doppelzimmern, die jeweils mit einer Kochnische und Sanitärräumen ausgestattet sind, bis zu 186 BewohnerInnen in größtmöglicher Eigenständigkeit leben.

Ziel ist es, Menschen nach akuter Obdachlosigkeit ein stabiles Umfeld und Betreuung zu bieten. Dazu werden Perspektiven und Realisierungsstrategien in Hinblick auf eigenständiges, unbetreutes Wohnen entwickelt. Neben einem fixen Wohnplatz auf Zeit wird sozialarbeiterische Beratung, Betreuung und Begleitung angeboten. Besonders erfreulich ist der Umstand, dass nun auch Frauen auf das Hilfsangebot des Samariterbundes zurückgreifen werden können. Das Team wurde mit SpezialistInnen zur Genderthematik verstärkt und wird künftig auch geschlechtssensible Beratungen anbieten. Die BewohnerInnen verlassen das Wohnhaus, sobald sie eigene Lebensperspektiven entwickelt haben und in der Lage sind, diese umzusetzen.

Neben den Wohneinheiten stehen den BewohnerInnen Aufenthaltsräume, Beratungsräume und ein Garten zur Verfügung. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass das neue Haus Rahmenbedingungen bietet, die einerseits ein aktives Gemeinschaftsleben und andererseits entsprechende Rückzugsmöglichkeiten für die BewohnerInnen ermöglichen", so der Geschäftsführer des Samariterbundes Wien, Oliver Löhlein. "Für den Samariterbund bedeutet dieses neue Betreuungsangebot, ein weiteres Stück Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die von einer drastischen Form von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind", so Löhlein. "Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dieser Einrichtung erneut einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Armut leisten."

Rückfragehinweis:

 

Martina Vitek

Öffentlichkeitsarbeit Samariterbund Wien

Tel.: 0664/3582386

E-Mail: martina.vitek@samariterbund.net

Web: www.samariterwien.at