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"Rettet die Retter" - Demonstration auf der Wiener Ringstraße

Mit rund 50 Rettungsautos haben Sanitäter am Mittwoch auf der Wiener Ringstraße für faire Arbeitsbedingungen und einen einheitlichen Kollektivvertrag demonstriert. Sie umrundeten die Innenstadt im Schritttempo und behinderten damit den Frühverkehr. Zum Abschluss versammelten sich die rund 100 Mitarbeiter von Rettungs- und Krankentransport-Organisationen am Ballhausplatz.


Dort machten die Mitarbeiter von Arbeiter-Samariter-Bund, Rotem Kreuz und Johannitern mit einem Folgetonhorn-Konzert auf ihre - auch von den Maltesern unterstützten - Anliegen aufmerksam. Eine gemeinsame Resolution wurde verlesen und Schilder mit Aufschriften wie "Rettet die Retter" geschwenkt. Kritisiert wurde, dass es nur für das Rote Kreuz und die Johanniter Kollektivverträge gibt. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, über die Kassenfinanzierung auch für eine Sicherung der Rettungs- und Krankentransportdienste zu sorgen. Gewarnt wurde vor Lohndumping und Massentransporten bei manchen Anbietern. Einzelne Rettungsorganisationen würden ihren Mitarbeitern für 55 Stunden Arbeitszeit knapp 1.000 Euro bezahlen.

 

Der Betriebsratvorsitzende des ASBÖ, Ruart Liebhart, betonte, dass vorerst keine weiteren Eskalationsschritte geplant seien, jedoch könne man sich seitens des Samariterbundes durchaus vorstellen in Abstimmung mit der Gewerkschaft eine weitere Betriebsversammlung abzuhalten, sollte die Regierung nicht einlenken. Um den regulären Dienstbetrieb nicht zu beinträchtigen nahmen an der Kundgebung am Mittwoch nur MitarbeiterInnen teil, die dienstfrei hatten. Bei den Rettungsautos handelte es sich um Reservefahrzeuge.