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Samariterbund: Bei Hitze richtig reagieren

Warnung vor hoher Hitzebelastung in den nächsten Tagen


Ab Mittwoch, 21.6., ist laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit einer hohen Hitzebelastung zu rechnen. "Bei so hohen Temperaturen kommt es nicht selten zu gesundheitlichen Problemen, insbesondere bei älteren Menschen, Säuglingen, Kleinkindern, chronisch kranken Patienten und Personen, die im Freien arbeiten," so Elisabeth Zwingraf, Leiterin der Landesschulung beim Samariterbund Wien. Allerdings überschätzen auch junge Menschen ihre Leistungsfähigkeit bei dieser Hitze und trinken viel zu wenig. Besonders wichtig ist es, sich bei Sport im Freien oder Open-Air-Events wie etwa beim kommenden Donauinselfest vor der Hitze zu schützen: "Es ist ratsam, anstrengende körperliche Tätigkeiten am besten in die frühen Morgen-oder Abendstunden zu verlegen und leichte Mahlzeiten zu essen."  

Viel trinken!

Zu den typischen Notfällen im Sommer zählen der Sonnenbrand, der Sonnenstich und durch Flüssigkeitsverlust ausgelöste Hitzekrämpfe, Hitzestau bis hin zum Kreislaufkollaps. "Durch das Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit, aber auch Elektrolyte; deswegen sollte man bei Hitze viel trinken, am besten Leitungswasser, Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte", rät Elisabeth Zwingraf. Besonders ältere Menschen verspüren oft weniger Durst und vergessen dadurch auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. "Motivieren Sie ältere Menschen, aber auch Kinder zum Trinken und kontaktieren Sie alleinstehende Personen regelmäßig", appelliert Zwingraf. Getränke, die Alkohol, Zucker oder Koffein beinhalten, sollten vermieden werden. Tagsüber sollte man sich im Schatten oder in abgedunkelten Räumen aufhalten.  

Körper schützen!

Bei dringend notwendigen Tätigkeiten im Freien ist auf Sonnenschutz, Kopfbedeckung und luftige Kleidung, am besten aus Baumwolle, zu achten. Besonders Kinder sollten auch im Wasser eine Kopfbedeckung tragen, um die Gefahr eines Sonnenstichs zu vermindern. "Kühlen Sie den Körper durch Duschen oder kalte Wickel regelmäßig ab, um Hitzeschäden zu vermeiden", empfiehlt Zwingraf.  

Bei kritischen Anzeichen Notruf absetzen!

Treten dennoch Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Krämpfe oder Benommenheit auf, ist ärztliche Hilfe einzuholen. PatientInnen mit Hitzesymptomen geht es bereits meist während des Transportes ins Krankenhaus besser, da die Einsatzfahrzeuge des Samariterbundes mit Klimaanlagen ausgestattet sind.  

"Achten Sie bitte nicht nur auf sich selbst, sondern ganz besonders auch auf Kinder und ältere Menschen in Ihrem Umfeld und zögern Sie nicht, bei kritischen Anzeichen unter der Nummer 144 einen Notruf abzusetzen. Und ganz wichtig: Lassen Sie Säuglinge, Kleinkinder und Tiere bei Hitze niemals allein im Auto zurück! Auch wenn Sie nur für wenige Minuten unterwegs sind", so Elisabeth Zwingraf vom Samariterbund abschließend.