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Samariterbund Wien wählte Landesvorstand

Am 24. November 2017 fand die fünfte Landeshauptversammlung des Wiener Samariterbundes statt


Samariterbund-Funktionäre wählten am Freitag den neuen Landesvorstand. Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch wurde mit großer Mehrheit als Präsident wieder bestätigt.

Renate Gerstenberger, Bezirksrätin von Rudolfsheim-Fünfhaus, Peter Hacker, Geschäftsführer des FSW und ehem. Flüchtlingskoordinator, sowie Landtagspräsident Harry Kopietz begrüßten die Anwesenden und erwähnten in ihren Ansprachen die vielen Leistungen des Samariterbundes und den starken Einsatz der SamariterInnen in den letzten fünf Jahren.

Bei der Landeshauptversammlung wurde über die vergangenen fünf Jahre eine positive Bilanz gezogen: Im Bereich Soziales beschritt der Samariterbund mit der Eröffnung der Lerneinrichtung LernLEO, das Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien fördert, neue Wege.

Auch die Eröffnung eines dritten Sozialmarkts und drei neuer Einrichtungen für wohnungslose Menschen im Rahmen des Winterpakets der Stadt Wien, wurden betont. Damit verfügt der Samariterbund nun neben den sechs permanenten Einrichtungen für obdachlose Menschen zusätzlich drei Notquartiere mit 200 Schlafplätzen.

Für Menschen, die vor Krieg und Terror nach Österreich geflüchtet waren, bot der Samariterbund in den vergangenen Jahren Schutz und Unterstützung: Neben Flüchtlingseinrichtungen für alleinstehende Personen, Familien und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge versorgte der Samariterbund in Notquartieren tausende Transitflüchtlinge während ihres Aufenthalts in Österreich.

Innovationen und neue Technologien sorgten im Pflegebereich für viele Neuerungen. Eine neue Wohngemeinschaft für SeniorInnen wurde eröffnet und zwei weitere Senioren-WGs geplant. Das Angebot von mobiler Betreuung über Besuchsdienst bis hin zur Hauskrankenpflege wurde ausgebaut und an die Wünsche der KlientInnen nach Betreuung in den eigenen vier Wänden angepasst.

Auch die Einsätze der Therapie-Begleithunde in Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen konnten ausgebaut werden. Auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz wurde besonders viel Wert gelegt. So wurde die Auslieferung von "Essen auf Rädern" in zahlreichen Bezirken Wiens auf elektronische Lastenfahrräder umgestellt, wodurch die Umwelt geschont, aber auch Zeit und Geld gespart werden konnte.

Trotz vieler neuer Aufgabenbereiche ist der Sanitätsdienst und der Rettungs- und Krankentransport in Wien eine der zentralen Aufgaben des Samariter- bundes. Ungefähr 600 Mal pro Tag werden die haupt- und ehrenamtlichen SamariterInnen zu diversen Einsätzen im Rettungs- und Krankentransportdienst gerufen.

Abschließend bedankte sich Sellitsch bei den Mitgliedern im Namen des gesamten Vorstandes für das Vertrauen und den großartigen Einsatz der vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: "Ohne euch wäre dieser Erfolg nicht möglich. Dank eurer Unterstützung sehe ich auch den nächsten Jahren mit Freude und Optimismus entgegen!"

Der gesamte Vorstand ist unter www.samariterwien.at zu finden.