Inhalt
< vorheriger Artikel

SanitäterInnen helfen Menschen am Rande der Gesellschaft

77 SanitäterInnen des Samariterbundes haben eine spezielle Fortbildungsreihe, die sich mit den heiklen Themen Asyl, Obdachlosigkeit und Suchtkrankenhilfe beschäftigt, absolviert.


Im Rahmen der Fortbildungsreihe haben die SanitäterInnen gelernt, wie mit Personen, die beispielsweise suchtmittelabhängig oder wohnungslos sind, umgegangen werden soll. Dank der Schulung können Berührungsängste abgebaut werden. Rasches und zielgerichtetes Helfen ist somit möglich. Jeder Kurstermin bestand einerseits aus Wissensvermittlung über die verschiedenen sozialen Hilfesysteme, andererseits hatten die TeilnehmerInnen in Workshops die Möglichkeit, mit ExpertInnen Szenarien durchzuspielen.

 

Der Themenblock "AsylwerberInnen" behandelte die Hintergründe und Bedingungen rund um Asylverfahren sowie die Arbeit des Samariterbundes mit Flüchtlingen. Beim Schwerpunkt "Wohnungslosenhilfe" erfuhren die TeilnehmerInnen die Gründe für Wohnungslosigkeit, den Aufbau des Wiener Hilfssystems und die Zusammenarbeit mit den Samariter-Einrichtungen. Das dritte Thema "Suchtkrankenhilfe" beschäftigte sich mit der Problematik im Allgemeinen und bietet mögliche Handlungsoptionen im Umgang mit Betroffenen.

 

Um in sensiblen, stressigen Situationen des täglichen Lebens als SanitäterIn adäquat reagieren zu können, hat der Samariterbund vor drei Jahren die Fortbildungsreihe "streetl!fe" ins Leben gerufen. "Ziel ist es, dass unser Rettungsbereich und unser Sozialbereich voneinander lernen, Abläufe transparenter werden und gemeinsames Wissen besser genutzt werden kann", erklärt Mag. Oliver Löhlein, Geschäftsführer Samariterbund Wien.

 

Der Samariterbund Wien betreibt im Auftrag des "Fonds Soziales Wien" zwei Einrichtungen für wohnungslose Menschen, eine weitere ist derzeit im Bau. Das „Übergangswohnhaus“ R3 bietet Männern und Frauen vorübergehend Unterkunft. In 98 Doppelzimmern, die jeweils mit einer Kochnische und Sanitärräumen ausgestattet sind, können 196 BewohnerInnen in größtmöglicher Eigenständigkeit leben.

Das Haus SAMA bietet mit 26 Übergangswohnplätze wohnungslosen Frauen und Männern die Möglichkeit, wieder Fuß zu fassen. Mit Unterstützung durch BetreuerInnen und SozialarbeiterInnen kann der Weg zurück in die Eigenständigkeit gefunden werden. 24 sozial betreute Wohnplätze stehen für Frauen und Männer zur Verfügung, für die aus gesundheitlichen Gründen eine eigene Wohnung nicht mehr in Frage kommt und die im "Haus SAMA" eine Bleibe auf Dauer finden.

 

Der Samariterbund Wien betreut seit Jänner 2005 im Auftrag des Fonds Soziales Wien AsylwerberInnen in Floridsdorf. Menschen, die vor Krieg, Folter und Menschenrechtsverletzungen nach Österreich geflüchtet sind, finden hier Schutz und ein vorübergehendes Zuhause. Die bis zu 120 BewohnerInnen des Winkeläckerweges sind Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Nationalitäten. Es sind ausschließlich Familien untergebracht, wobei der Anteil der Kinder und Jugendlichen über 70 Prozent ausmacht.

 

Rückfragehinweis:

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Landesverband Wien

Martina Vitek

Tel.: 0664 3582386, 01- 891 45 227

E-Mail: martina.vitek@samariterbund.net