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Sicherheit auf zwei Rädern!

Segways und Motorräder sind im Bereich des Sanitätsdienstes nicht mehr wegzudenken. Ihre Wendig- und Schnelligkeit sind nur zwei ihrer vielen Vorteile.


Die Polizei, der Wachdienst oder Flughäfen - alle setzen auf Segways. Seit Februar zählen auch zwei Segways zu den Einsatzfahrzeugen des Landesverbandes Wien. Beim Donauinselfest sind Segways schon seit ein paar Jahren im Einsatz. Und das mit gutem Grund.

"Segways bieten viele Vorteile", weiss Thomas Kiesling, Leiter des Bereichs Sanitätsdienst beim Samariterbund Wien: "Eingesetzt werden sie bei Veranstaltungen, meist mit weitläufigem Gelände, um rascher zum Patienten zu kommen. Sie sind durch den geringeren Platzbedarf in der Lage auch bei größeren Menschansammlungen gut vorwärts zu kommen."

Die Segways können auch außerhalb von festen Verkehrsflächen, wie Wiesen und Wegen eingesetzt werden und dadurch PatientInnen schneller erreicht werden als mit Fußtrupps (Sanitätstrupps). So ist eine schnellere Erstversorgung gewährleistet.

Schnell und umweltverträglich

Die Einschulung ist leicht, man benötigt keinen Führerschein. Zudem sei man "nah am Menschen dran", erklärt der Abteilungsleiter, und habe in der stehenden Position einen guten Überblick. Auch die Umweltverträglichkeit des Elektrofahrzeuges spielt für den Samariterbund Wien eine bedeutende Rolle. Segways, die alle mit Blaulicht und Folgetonhorn ausgerüstet sind und eine medizinische Grundausrüstung für Notfälle mit sich führen, waren zuletzt beim Sanitätsdienst anlässlich des 1. Mai sowohl in der Innenstadt als auch auf der Kaiserwiese und in der Prater Hauptallee im Einsatz. Und auch beim Tag des Samariterbundes sorgten zwei SanitäterInnen auf Segways für Furore und die Sicherheit der Gäste.

First Responder am Motor-Bike

Doch Zweirad ist nicht gleich Zweirad: Seit wenigen Wochen gibt es in Wien auch eine Motorradstaffel für die Erstversorgung am Unfallort sowie im Bereich der Ambulanzdienste. Neben Tirol, Kärnten und dem Burgenland besitzt nun auch der Landesverband Wien eine Motorradstaffel, die als First Responder bei Notfällen tätig wird. Im Einsatz war die Staffel im Rahmen des Sanitätsdienstes etwa am 25. Mai beim Silent Run sowie tags darauf beim Frauenlauf gemeinsam mit Segways.

Dass Sie derzeit SamariterInnen auf zwei Rädern sehen, ist sehr wahrscheinlich. Denn in der Sommerzeit herrscht Hochsaison im Sanitätsdienst. "Aufgrund zahlreicher Veranstaltungen verzeichnet der Sanitätsdienst beim Samariterbund Wien ein Plus von rund 15 Prozent", so Kiesling. Während andere bei Freiluft-Festivals, Outdoor-Konzerten und Sportveranstaltungen ihre Freizeit genießen, sorgen die MitarbeiterInnen des Samariterbundes gerne und zuverlässig für die Sicherheit der feiernden Gäste.