Inhalt
< vorheriger Artikel

Transportfahrräder von Essen auf Rädern von VCÖ ausgezeichnet!


Die Bedingungen für klimaverträgliche Mobilität verbessern, die Hitzebelastung in den Straßen verringern: Die Rotenturmstraße Neu und die Kühle Meile Zieglergasse erfüllen beides und gewinnen damit den diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien. Drei weitere Projekte wurden heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet: Die Schulstraße der Volksschule Vereinsgasse, das erste vollelektronische Müllfahrzeug der MA48 und der Samariterbund, der bereits 21 Transportfahrräder für "Essen auf Rädern" einsetzt.

Als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien wurde "Essen auf (E-Lasten) Rädern" des Samariterbund Wiens ausgezeichnet. Im Jahr 2017 gestartet und schon damals beim VCÖ-Mobilitätspreis gewürdigt, ist das Projekt seit damals enorm gewachsen: Elf weitere E-Lastenräder sind im Einsatz, außer in den Flächenbezirken Floridsdorf und Donaustadt stellt der Samariterbund Wien in allen Bezirken auch mit Transportrad zu. Ein E-Lastenrad hat ein Ladevolumen von 35 Essensboxen. Pro Jahr vermeiden die 21 E-Transportfahrräder rund 19.000 Kilogramm CO2.

Durch die Klimakrise wird die Hitze in Wien in Zukunft stark zunehmen. Im Zeitraum 2011 bis 2018 gab es in Wien im Schnitt 28 Hitzetage pro Jahr, das sind Tage mit mehr als 30 Grad Celsius. "Heuer gab es bereits mehr als 40 Hitzetage. Hitze ist für Ältere sowie für gesundheitlich beeinträchtigte Personen lebensbedrohend", betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Die "Kühle Meile Zieglergasse" ist ein Pionierprojekt für Abkühlungsmaßnahmen im dicht verbauten Gebiet. Unter anderem werden 24 Bäume werden als Schattenspender gepflanzt, Trinkbrunnen sowie schattige Sitzmöglichkeiten mit Pergola errichtet, Kühlbögen aufgestellt. Der Umbau wird zum Jahresende abgeschlossen sein.

Fit für die Zukunft wird auch die Rotenturmstraße gemacht. Die beliebte Einkaufsstraße wird eine Begegnungszone, womit die Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich mehr Platz bekommen. An Spitzentagen sind hier bis zu 60.000 Fußgängerinnen und Fußgänger unterwegs. Die neue Rotenturmstraße wird im November eröffnet. Beide Projekte zusammen werden von der MA 19 umgesetzt und wurden heute mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet.

Auch die Volksschule Vereinsgasse wurde für die im Vorjahr eingeführte Schulstraße beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien als vorbildliches Projekt ausgezeichnet. Die Zahl der Elterntaxis konnte damit deutlich reduziert werden. Aufgrund des Erfolgs wird das Konzept der Schulstraße auf drei Schulen in Wien ausgeweitet. Den Lkw-Verkehr auf emissionsfreie Antriebe umzustellen ist eine besonders große Herausforderung. Die MA 48 testet seit Ende Mai Österreichs 1. vollelektrisches Müllfahrzeug im Echtbetrieb und wurde für diese Pionierarbeit ebenfalls als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien prämiert.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien stand heuer unter Motto "Mobilitätswende voranbringen" und wird vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt. 89 Projekte wurden eingereicht, so viele wie in keinem anderen Bundesland. "Wer eine nachhaltige Stadt will, muss heute den Grundstein dafür legen. Diesem Gedanken trägt der VCÖ-Mobilitätspreis Rechnung, indem er zukunftsweisende Ideen, Projekte und Unternehmen auszeichnet, die den Weg für eine umweltfreundliche Zukunft bereiten", gratuliert SPÖ-Klubobmann Josef Taucher als Vertreter der Stadt Wien den Gewinnerinnen und Gewinnern.

"Die Zukunft der Mobilität ist entscheidender Faktor im Kampf gegen Klimawandel. Bei Postbus verfolgen wir langfristig das Ziel, auf im Fahrtbetrieb völlig emissionslose Antriebe umzustellen. In Summe geht es um 2.300 Busse in ganz Österreich", betont Harald Wielander von ÖBB-Postbus.

Mehr Informationen zu den ausgezeichneten Projekten im Internet unter www.vcoe.at