Inhalt
< vorheriger Artikel

Überprüfung der Notfallapotheken


Anlässlich des Tags der Apotheke am 8. Oktober ruft der Samariterbund dazu auf, die Notfallapotheken in Auto, Büro und Haushalt sowie das eigene Erste-Hilfe-Wissen zu überprüfen. "Gerade die Auto-Notfallapotheken im Kofferraum liegen oft im Dornröschenschlaf", warnt Wolfgang Zimmermann, Bundesrettungskommandant des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. "Im Kofferraum sind die Erste-Hilfe-Kästen größeren Temperaturwechseln ausgesetzt, dadurch leidet das Material stärker als jenes in der Hausapotheke." Deshalb sei es unerlässlich, so Zimmermann weiter, den Inhalt der Notfallapotheken regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu erneuern.

Noch wichtiger als das notwendige Material sei aber das Wissen, wie man auf einen lebensbedrohenden Notfall reagiere. "Je nach Studie geht man davon aus, dass nur ein Viertel bis ein Drittel aller Österreicher bei einem Notfall tatsächlich Hilfe leisten würde. Als Grund wird von der überwiegenden Mehrheit Angst und Unwissen genannt", erklärt Jürgen Grassl, Bundesschulungsleiter des Samariterbundes. Er empfiehlt, mindestens alle vier Jahre einen Auffrischungskurs für Erste Hilfe zu besuchen, wie der Samariterbund ihn anbiete. "Ein praxisorientierter Auffrischungskurs wie ‚Training für das Leben‘ dauert nur acht Stunden. Dieser eine Tag gibt die Sicherheit, im Notfall selbst zum Lebensretter zu werden", so Grassl weiter.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs unterstützt den „Tag der Apotheke“ seit seiner Einführung vor 16 Jahren. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung für die vielfältigen Angebote und Dienstleistungen der Apotheken zu sensibilisieren.

Der diesjährige Tag der Apotheke steht heuer ganz im Zeichen der Frauengesundheit. Unter dem Motto „Mit FrauenPower durch den Wechsel: Pflanzliche Hilfe aus der Apotheke“ sprechen wir in diesem Jahr ganz gezielt die Frauen an, die sich mit Wechselbeschwerden beschäftigen. In Österreich sind über 1.000.000 Frauen in der Prämenopause, Menopause oder der Postmenopause.

Davon hat etwa 1/3 der Frauen keine, 1/3 leichte bis mittelschwere und 1/3 schwere Wechselbeschwerden. Vor allem klassische Wechselsymptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Gewichtszunahme stellen einen Hauptgrund dar, warum Frauen Rat in der Apotheke suchen.

Die Apothekerinnen und Apotheker sind der kompetente Gesundheitspartner für alle Phasen des Lebens – im Besonderen auch für die Wechseljahre.