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Wertvolles Know-how für Zivildiener

Beim Samariterbund leisten junge Männer im Rahmen ihres Zivildienstes Hilfe von Mensch zu Mensch. Fast 360 „Zivis“ arbeiten beim Rettungs- und Krankentransport in Wien. Dort fahren sie mit einem hauptberuflichen Notfall- oder Rettungssanitäter sowie einem ausgebildeten Rettungssanitäter im Krankenwagen mit.


"Viele junge Männer entscheiden sich jedes Jahr ganz bewusst für den Zivildienst beim Samariterbund. Warum? Weil sie dabei wertvolle Erfahrungen sammeln und gleichzeitig eine professionelle Ausbildung erhalten", sagt Martin Richter, Zivildienstreferent beim Samariterbund Wien. "Alle Zivildienstleistenden beim Rettungs- und Krankentransport werden zwei Monate lang zum Rettungssanitäter ausgebildet."

Während der Samariterbund in manchen Bundesländern wie z. B. in Tirol oder Salzburg neuerdings Engpässe bei Zivildienern verbuchen muss, sind in Wien die Einrücktermine in den Monaten Jänner, März, Mai, August, September und November gut besetzt, "wenngleich", so Richter, "das Frühjahr immer etwas schwächer ist als der Herbst. 360 Zivildienstleistende pro Jahr arbeiten für den Rettungs- und Krankentransport. Aber auch beim Ausliefern von 'Essen auf Rädern'-Menüs oder in der Betreuung von Pflegebedürftigen, Wohnungslosen und Flüchtlingen unterstützen Zivildienstleistende die soziale Mission des Samariterbundes."

339 € Grundentgelt pro Monat

Wer daran interessiert ist, muss nach der Musterung innerhalb von sechs Monaten einen Brief (Zivildiensterklärung) an die Stellungskommission schicken, in dem er den Wunsch äußert, Zivildienst zu leisten. Ob ein Zivildiener dem Samariterbund Wien zum gewünschten Termin zugewiesen wird oder nicht, hängt aber letzten Endes von der Entscheidung der staatlichen Zivildienstserviceagentur ab.

Geld gibt es selbstverständlich auch: "Zivis" erhalten pro Monat eine Grundvergütung in der Höhe von 339 €, dazu gibt es ein Reinigungsentgelt von 9,00 €, einen Fahrkostenersatz von 51 € - sowie ein Verpflegungsentgelt von 12,00 € pro Tag. Übrigens ist es erlaubt, während des Zivildienstes auch einen Teilzeitjob auszuüben, wenn die Dienstzeiten beim Samariterbund nicht davon betroffen sind. Detaillierte Informationen erhält man auf der Website der Zivildienstserviceagentur: www.zivildienst.gv.at

"Für viele Zivildiener erweist sich der Dienst beim Samariterbund als Wendepunkt in der Biographie", sagt Martin Richter. "Manche haben ihren Platz im Leben noch nicht so recht gefunden, wenn sie bei uns beginnen, aber dann werden sie sehr schnell zu echten Vorbildern für andere. Und was mich ganz besonders freut: Viele junge Männer bleiben auch nach Ableistung des Zivildienstes ehrenamtlich in der Samariterbund-Familie tätig oder sie können für eine Karriere im Wachstumsmarkt der Gesundheits- und Sozialberufe nach einer Zusatzausbildung eine Berufsberechtigung erhalten."

ZIVILDIENST-INFOS:

Martin Richter

Samariterbund Wien

1150 Wien, Hollergasse 2-6

Tel.: (01) 89145-243

zivildienst@samariterbund.net