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Wiener Wohnungslosenhilfe zieht positive Winter-Bilanz – bis zu 1.275 Schlafplätze

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen


Stadträtin Sandra Frauenberger, Sozialsprecherin der Grünen Wien Birgit Hebein und Anita Bauer, stellvertretende FSW-Geschäftsführerin beim Fototermin mit Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien und anderen Partnerorganisationen.

"Die kalte Jahreszeit stellt vor allem für wohnungslose Menschen eine zusätzliche Belastung dar. Ziel des Winterpakets ist, dass niemand seine Gesundheit riskiert weil er oder sie keinen Schlafplatz im Warmen hat. Ein Blick in andere europäische Hauptstädte zeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass obdachlose Menschen im Winter ein Dach über den Kopf haben. Das Winterpaket der Stadt Wien hat auch dieses Jahr wieder Menschen vor dem Erfrieren geschützt", betont Sozialstadträtin Sandra Frauenberger und zieht eine positive Bilanz über das Winterpaket der Stadt Wien: "In den kältesten Tagen in Februar standen 1275 Plätze zur Verfügung, insgesamt nächtigten rund 3.080 verschiedene Personen, davon 530 Frauen, in den Unterkünften, die durchschnittliche Gesamtauslastung lag bei 82 Prozent. Zudem wurden 160 zusätzliche Plätze für den Tagesaufenthalt in Wärmestuben geschaffen. Die jahrelange und mittlerweile routiniert gute Zusammenarbeit mit "Obdach Wien", dem Wiener Roten Kreuz, Caritas, Samariterbund Wien, Volkshilfe Wien, den Johannitern und der St. Elisabeth Stiftung hat sich auch dieses Jahr bewährt."

"Der Erfolg und die Notwendigkeit des Winterpakets lassen sich in einer Zahl zusammenfassen: In diesem Winter sind null Menschen der Kälte in Wien zum Opfer gefallen. Das muss auch zukünftig unser Maßstab und Anspruch sein", so die Sozialsprecherin der Grünen Wien Birgit Hebein. "Die niederschwelligen Einrichtungen und Streetworker leisten - ganzjährig - immens wichtige Arbeit, um Menschen zu erreichen, die auf der Straße übernachten. Für diesen menschlichen Umgang mit Armutsbetroffenen in unserer Stadt bedanke ich mich herzlich."

"Für den Fonds Soziales Wien hat der Schutz der Schwächsten oberste Priorität. Deshalb stehen die Angebote des Winterpakets allen Menschen offen, unabhängig von Herkunft oder Sozialanspruch", betont Anita Bauer, stellvertretende Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien (FSW) und resümiert: "Dieser Winter war besonders kalt, die Kältewelle hatte Wien fest im Griff. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen konnten in den besonders kalten Nächten zusätzliche Schlafplätze zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt war das Angebot ausreichend, niemand musste die Nacht im Freien verbringen."

Das Winterpaket 2017/18 der Wiener Wohnungslosenhilfe stellt von Anfang November bis Ende April zusätzliche Nachtquartiersplätze bereit, ergänzend zu den rund 300 ganzjährig vorhandenen Nachtquartiersplätzen. Damit standen bis zu 1.275 Nachtquartiersplätze in Wien für Einzelpersonen, Paare und Familien zur Verfügung. Rund ein Drittel aller NächtigerInnen nutzten das Nachtquartier ein bis zehn Tage, der größte Teil der Betroffenen benötigt zehn bis 14 Tage ein Nachtquartier. Um sich tagsüber aufwärmen zu können, gab es außerdem 160 Plätze in insgesamt drei Wärmestuben, die das Angebot der ganzjährig bestehenden Tageszentren in der kalten Jahreszeit ergänzen. Die Beratungskapazität der Sozial- und Rückkehrberatung der Caritas wurde im vergangenen Winter erweitert.

Über die Wohnungslosenhilfe der Stadt Wien

Knapp 78 Millionen Euro wendet die Stadt Wien 2017 für die Wohnungslosenhilfe auf - davon werden rund 6.200 Wohn- und Schlafplätze finanziert, aber auch Tageszentren wie die JOSI, Beratungseinrichtungen und Straßensozialarbeit. Insgesamt fördert die Stadt Wien über den Fonds Soziales Wien etwa 100 Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe. 11.000 Menschen pro Jahr nutzen die Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe, rund 1.000 ehemals obdach-oder wohnungslose Menschen finden dadurch jedes Jahr eine eigene Wohnung.