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Int. Tag der Menschenrechte: Westsahara-Hilfe

Int. Tag der Menschenrechte: Samariterbund setzt sich für menschenwürdiges Leben ein

 

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember unterstreicht der Samariterbund die Notwendigkeit des Schutzes der Menschenrechte und die Unterstützung der Ärmsten.

"Es liegt in unser aller Verantwortung notleidende Menschen zu unterstützen. Das Unrecht, das irgendwo einem Menschen auf der Welt widerfährt, das widerfährt uns. Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht akzeptiert werden. Wir setzen uns aktiv für Menschenrechte ein und helfen, wo wir können“, erklärt Samariterbund Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller.

Mit Bildung Zukunftsperspektiven schaffen

Gemeinsam mit lokalen Partnern arbeitet der Samariterbund bereits seit vielen Jahren erfolgreich in den Krisenregionen der Welt. Auch in der Westsahara wird die Hilfe des Samariterbundes dringend gebraucht und geleistet. „Bildung ist ein Menschenrecht und schafft Zukunftsperspektiven. Gemeinsam wird die Qualität der Schulausbildung für saharauische Schülerinnen und Schüler in der Grundschule verbessert“, so Reinhard Hundsmüller.

Das aktuelle Samariterbund-Projekt ermöglicht durch den Aufbau sogenannter „didaktischer Lernwerkstätten“ die Förderung zeitgemäßer Unterrichtsformen. ExpertInnen der Pädagogischen Hochschule Wien, die sich zum Saharaui Unterstützungsverein zusammengeschlossen haben, schulen mit Unterstützung der Stadt Wien vor Ort in den Flüchtlingslagern in Algerien zahlreiche LehrerInnen. Die verbesserte Qualität der Unterrichtsmethoden ermöglicht den Kindern eine solide Grundausbildung und steigert somit die Chancen auf bessere Perspektiven im Leben.

Forderung nach Umsetzung des Referendums zur Selbstbestimmung des saharauischen Volkes

Bereits im November kam es zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen Streitkräften Marokkos und der Frente Polisario im Gebiet Guerguerat im Südwesten der Westsahara. Damit bricht Marokko den seit 1991 geltenden Waffenstillstand und riskiert eine Eskalation des Konfliktes in einen offenen Krieg. Die saharauische Bevölkerung lebt seit 40 Jahren teilweise in Flüchtlingslagern in Algerien und teilweise unter unwürdigen Umständen unter marokkanischer Besatzung in der Westsahara. Seit 20.Oktober protestiert die saharauische Zivilbevölkerung. Es wird die Umsetzung des seit Jahrzehnten anstehenden freien und fairen Referendums gefordert.

Mag. Andreas Balog, Mitglied der ASBÖ-Geschäftsleitung: „Am Beispiel der Westsahara wird uns aktuell vor Augen geführt das die Einhaltung der Menschenrechte eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, Frieden, Sicherheit und Wohlstand sind. Die saharauische Bevölkerung wartet seit 29 Jahren friedlich auf eine Umsetzung des von den Vereinten Nationen zugesagten freien Referendums. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist nicht ohne Grund bereits in Artikel 1 der UN-Charta angeführt. Es ist höchst an der Zeit unser Versprechen nun einzulösen. Damit geben wir Perspektiven und schaffen die Grundlage für nachhaltige Entwicklung und langfristige Stabilität in der Region.“

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