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Teuerungswelle gefährdet Hilfsorganisationen

NGOs fühlen sich angesichts der steigenden Kosten von der Bundesregierung im Stich gelassen. Gemeindevertreterverband warnt vor negativen Auswirkungen für das Gemeinwohl.

Reinhard Hundsmüller, Samariterbund Bundesgeschäftsführer, wird nicht müde, auf die schwierige Lage der Rettungs-, Gesundheits- und Sozialorganisationen in Österreich aufmerksam zu machen: „Es ist paradox! Einerseits befinden wir uns einer Situation, in der Hilfsorganisationen mehr gebraucht werden denn je – von der Pandemiebekämpfung über Bewältigung der Pflegekrise bis hin zur Flüchtlingshilfe. Gleichzeitig lässt uns die Bundesregierung, was die finanzielle Unterstützung in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten betrifft, vollkommen im Regen stehen.“ 

Teuerung überall spürbar 

In den letzten Wochen hat Hundsmüller wiederholt eine Sonderförderung für Blaulichtorganisationen wegen der hohen Treibstoffkosten gefordert – sein Appell blieb ungehört, obwohl eindringlich vor den negativen Folgen für das Rettungswesen gewarnt wurde. 

Die Teuerungswelle rollt inzwischen weiter und macht auch vor den anderen Bereichen der Hilfsorganisation nicht halt. Ob Pflegebereich, Wohnungslosenhilfe, Sozialmärkte, Flüchtlingsbetreuung oder Essen auf Rädern: Überall ist man mit steigenden Preisen konfrontiert. Neben dem Treibstoff macht sich die Kostenexplosion vor allem bei Strom, Gas und bei den Nahrungsmitteln bemerkbar. Allein in den Pflegekompetenzzentren des ASBÖ rechnet man mit viermal so hohen Energieausgaben wie noch vor einem Jahr. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter*innen berechtigter Weise eine Anpassung der Löhne fordern werden. 

„Als Hilfsorganisation sind wir nicht am freien Markt tätig. Wir können unsere Tarife und Preise nicht marktkonform gestalten und den finanziellen Mehraufwand an unsere Kund*innen weitergeben. Daher benötigen wir dringend Tarifanpassungen“, so Hundsmüller. 

SOMAs als Vergrößerungsglas 

Besonders anschaulich wird das Thema „Teuerung“, wenn man einen Blick in die Sozialmärkte wirft. Auch die SOMAs des Samariterbundes kämpfen mit höheren Kosten, gleichzeitig wächst der Kundenstamm in diesen Geschäften stetig an, weil es aufgrund der Inflation auch immer mehr armutsgefährdete Menschen in Österreich gibt. Allein seit Jahresanfang hat sich die Zahl der SOMA-Kund*innen um 30 Prozent erhöht. „Würde die Bundesregierung die Betreiber-Organisationen der Sozialmärkte entlasten, käme das direkt den Ärmsten in unserem Land zugute“, zeigt Hundsmüller auf. 

Kollross: „Gemeinden bluten regelrecht aus.“ 

Der Bundesvorsitzende des Sozialdemokratischen Gemeindevertreter*innenverbandes, Nationalrat Andreas Kollross stellt sich klar auf die Seite NGOs und erinnert, wie wichtig ein funktionierendes Hilfswesen für die Gemeinschaft ist. „Wenn die Spritkosten für die Rettungsfahrzeuge so extrem wie im Moment anwachsen, der Pflegeplatz wegen der steigenden Preise teurer wird oder Sozialmärkte gar schließen müssen, hat das ganz konkrete Auswirkungen auf das Gemeinwohl“, warnt Kollross. Den Mehraufwand, der den NGOS jetzt entsteht, können die Gemeinden nicht aus deren Finanzmittel abdecken. „Unsere Gemeinden bluten regelrecht aus. Die Bundesregierung ist hier gefordert. Der Finanzausgleich muss an die derzeitige Krise angepasst werden. Systemerhaltende NGOs müssen gerade jetzt uneingeschränkt arbeiten können“, so Kollross abschließend.

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