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"Rettungsdienst Tirol neu" ab Juli 2011

Nach der Änderung des Tiroler Landesrettungsgesetzes, mit der das Land die Zuständigkeit für den Rettungsdienst den Gemeinden entzog,  folgte 2009 die Ausschreibung der Rettungs- und Krankentransporte, sowie des Notarztdienstes für ganz Tirol. Mehrere Anbieter aus dem Ausland (darunter der größte, nämlich Falck) standen der heimischen Bietergemeinschaft des Roten Kreuzes mit ihren Partnern, dem Samariterbund Tirol, der Johanniter Unfallhilfe, dem Malteser Hospitaldienst und dem Österr. Rettungsdienst gegenüber. Ende Juni 2010 bekamen die Tiroler Organisationen den Zuschlag und bereiteten sich daraufhin konsequent auf die Umsetzung vor.
Dem Samariterbund schlägt der Ernst der Stunde am 1.7.2011: Sowohl in Kufstein als auch in St.Johann wird dort zu je 50% das NEF betrieben. Ebenso wird die Finanzierung für den gesamten Rettungs- und Krankentransportdienst ab diesem Zeitpunkt vom Land übernommen.
Ab 08.08.2011 dann die nächste große Herausforderung: Die Leitstelle Tirol übernimmt die Disposition aller ASB-RTW und KTW unter der              
Notrufnummer 144
bzw.

Krankentransportkurzwahl 14844

Ein Blick zurück zu den Anfängen...

Als der Samariterbund Tirol 2003 als eigenständige, gemeinnützige Rettungsorganisation aus der Taufe gehoben wurde, war er das jüngste "Kind" des Arbeiter-Samariterbund Österreichs. Die zweitgrößte Rettungsorganisation in Österreich greift  auf über 100 Jahre Erfahrung im Notarzt- und Rettungsdienst zurück.
Reichlich Erfahrung bringen auch die Gründer des ASB Tirol mit: ASB-Chefarzt Dr. Wolfgang Hengl und jene Notfallsanitäter, die das Notarztsystem im Bezirk Kufstein beim Roten Kreuz gründeten, leisten jetzt wieder Aufbauarbeit.

Rettungsdienst rund um die Uhr

Nach Beendigung des Notarztdienstes in Wörgl konzentrierte sich der Samariterbund Tirol ab Februar 2005 auf den Aufbau des Rettungs- und Krankentransportdienstes.  Seit 1.1.2007 ist der Samariterbund Tirol offizieller Rettungsdienst der Gemeinde Wildschönau. Dafür wurde in Wörgl eigens eine Rettungswache adaptiert, um die Wildschönauer Bevölkerung auf  schnellstem Wege versorgen zu können. Zusätzlich wird dort ein First Responder System betrieben, das die ganz entlegenen Weiler wie Thierbach, Mühltal und Auffach zusammen mit den niedergelassenen Ärzten Dr.Bachmann und Dr. Lanner bestens betreut, bis der Rettungswagen aus Wörgl eintrifft.

Von der Leitstelle in Kirchbichl aus, die mit den Fahrzeugen sowohl über ein analoges als auch ein digitales Funknetz komuniziert, wurden 2005 bereits weit über 6000 , 2006 schon über 11.000 Fahrten disponiert. Am Stützpunkt Kirchbichl stehen neben 6 Rettungswagen auch Fahrzeuge anderer Kategorien zur Verfügung (siehe Behindertenfahrdienst).