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Corona-Bildungslücke: LernLEO unterstützt benachteiligte Kinder

Oliver Löhlein, Samariterbund Wien-GF: „Bildung darf nicht Glückssache sein“


"Kinder aus sozial benachteiligten Familien hat der coronabedingte Lockdown besonders hart getroffen und ihre Bildungschancen weiter deutlich verringert. Doch Bildung darf nicht Glückssache sein und davon abhängen in welche Familie man hineingeboren wurde. Wir müssen Prioritäten setzen, damit wir alle Kinder und Jugendlichen mit einer guten Ausbildung erreichen und jedem Kind gleiche Bildungschancen bieten", sagt Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens anlässlich des Internationalen Alphabetisierungstages und des Schulstarts.

"Dass gerade SchülerInnen aus armutsgefährdeten Familien besonders stark unter der Corona-Krise leiden, erlebt der Samariterbund in der Lerneinrichtung LernLEO hautnah. Im LernLEO sind vor allem Kinder, deren Eltern die Rolle von ErsatzlehrerInnen im Homeschooling nicht übernehmen können, weil sie entweder aus sozial benachteiligten Verhältnissen kommen, Deutsch nicht als Muttersprache haben oder aufgrund ihrer eigenen niedrigen Bildung mit den schulischen Anforderungen nicht vertraut sind", erklärt Löhlein.

Birgit Greifeneder leitet das LernLEO seit mehr als sieben Jahren und bedauert die Situation ihrer Schützlinge: "Wir sehen, dass die Kinder zurückgefallen sind. Wir haben im LernLEO gleich zu Ferienbeginn drei Wochen genützt, um Bildungslücken, die sich während des Lockdowns und Homeschoolings aufgetan haben, zu verringern. Und in den beiden letzten Ferienwochen bereiten wir die Kinder und Jugendlichen auf den Schulstart vor, üben und wiederholen vieles. In unserem Lernangebot in den Sommerferien hatten wir diesmal so viele Kinder wie noch nie. Der Bedarf ist riesig."

Dass der Schulstart nun einen Schulbetrieb wie vor Corona vorsieht, ist zwar sehr erfreulich, jedoch könnte sich dies schon bald ändern, wenn im Verlaufe des Herbsts und im Winter die Infektionszahlen weiter ansteigen und dann eine zumindest teilweise Verlagerung des Unterrichts nach Hause erfolgt. Die Leidtragenden wären dann wieder Kinder aus armutsgefährdeten Familien, die dann noch immer ohne PCs, Internetanschluss und oftmals ohne Unterstützung in beengten Wohnverhältnissen die schulischen Herausforderungen bewältigen müssten.

"Mit jedem Tag Abstand zur Schule erhöht sich der Lernabstand zwischen den Kindern je nach Herkunft. Wir müssen verhindern, dass sich Armut von Generation zu Generation vererbt", so Löhlein abschließend.

Wenn Sie Kinder beim Lernen unterstützen möchten, spenden Sie bitte an das Spendenkonto des LernLEOs. Die Spende ist steuerlich absetzbar! Vielen Dank!

Arbeiter-Samariter-Bund Wien,

WSD gem. GmbH

IBAN: AT43 2011 1890 8900 2400

BIC: GIBAATWWXXX

Kennwort: "LernLEO"