Inhalt
< vorheriger Artikel

Nächtlicher Sucheinsatz im Haus Fortuna

Einen außergewöhnlichen Einsatz gab es Samstag Abend im Appartementhaus Fortuna: wo normalerweise die Besuchshunde des Samariterbundes den BewohnerInnen eine Freude bereiten, rückten diesmal in der Nacht die Rettungshunde des Samariterbundes aus. Am 29.10.2011 war seit 16.30 Uhr eine demente 86 jährige Frau abgängig.


Nachdem eine Suche durch das Personal im Haus und Rückfragen bei Verwandten und Freunden der Frau zu keinem Ergebnis führte, erstattete die Tochter in Polizeiinspektion Holbeingasse eine Vermisstenanzeige. Daraufhin alarmierte um 20.00 Uhr die Geschäftsführung vom Haus Fortuna die Rettungsleitstelle des Samariterbundes Wien und forderte zur Unterstützung die Suchhunde an. Um 20.18 Uhr wurden laut Landeseinsatzplan die Hundestaffeln Simmering und Favoriten alarmiert.

 

Um 21.05 traf der Hauptinspektionsoffizier (HIO) des Samariterbundes ein, führte eine Lageerkundung sowie eine Lagebeurteilung durch. Kurz darauf trafen die Rettungshunde ein. Die Hundestaffel Favoriten und Simmering teilten das Haus sowie die umliegenden Örtlichkeiten in Suchgebiete ein und so wurde gemeinsam mit der Polizei strukturiert mit der Suche nach der Vermissten begonnen.

 

Im Zuge der Suche wurden der Keller, die alte Adresse der Frau (im Fortunapark Gußriegelstraße), das Gebiet nördlich vom Brunnweg sowie alle Flächen und Innenhöfe in der Nähe des Hauses Fortuna abgesucht. Ein entscheidender Trail (Suche durch Mantrailing) führte zur Bushaltestelle 65A Richtung Reumannplatz. Dort wurde parallel zu Hundesuche auch von der Polizei nach der vermissten Person gesucht. Um 02.30 Uhr wurde dann letztlich die vermisste Person durch die Polizei im Pauluspark in 1030 Wien aufgegriffen, vom Samariterbund Wien versorgt und in das Seniorenwohnheim zurückgebracht.

 

Im Einsatz waren vom Samariterbund insgesamt vier Fahrzeuge, zehn SanitäterInnen und HundeführerInnen sowie sieben Rettungshunde. Obmann Peter Erdle und Bundesrettungskommandant Wolfgang Zimmermann, die zufällig in der Nähe waren, waren von der raschen Herstellung der Einsatzbereitschaft der Hundestaffeln, der guten Unterstützung durch die Samariterbund Rettungsleitstelle und der hervorragenden Koordination des Hauptinspektionsoffiziers Thomas Kiesling beindruckt. "Ich möchte mich für den Einsatz bei allen recht herzlichst bedanken und bin stolz auch ein Samariter zu sein", erklärte Ing. Karl Svoboda, Geschäftsführer des Kuratoriums Fortuna.