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Töchtertag beim Samariterbund ein voller Erfolg

Unter dem Motto ‚Heute Tochter – morgen Chefin‘, war der 8. Wiener Töchtertag auch heuer wieder ein großer Erfolg. 22 Mädchen machten sich in der Zentrale in der Hollergasse ein Bild über die vielfältigen Tätigkeiten des Samariterbundes.

„Uns ist es ein großes Anliegen, bei den Mädchen Interesse für den Rettungsdienst zu wecken und ihnen Mut zu machen, auch in sogenannten männerdominierten Berufen Fuß zu fassen. Jede zusätzliche Sanitäterin ist ein Gewinn für uns und die Gesellschaft“, erklärt Landesgeschäftsführer Mag. Oliver Löhlein.

 

Nach einem Begrüßungsfrühstück erzählte Julia Schuh als langjähriges Mitglied der Samariterjugend von ihrer Ausbildung zur Schulsanitäterin und den vielen gemeinsamen Aktivitäten und Ausflügen der Samariterjugend. Viele gespitzte Ohren gab es beim Bericht über Ambulanzdienste bei Konzerten, wo frau Künstlern wie etwa Marilyn Manson oder der Gruppe ‚Die Ärzte‘ ganz nahe kommen kann.

 

Beim Workshop zum Thema ‚Soziale Dienste‘ wurden nicht nur so heikle Themen wie Wohnungslosigkeit und Sucht behandelt, sondern auch gemeinsam die Gründe für ‚typische Frauenberufe‘ hinterfragt sowie die große Einkommensschere zwischen Männern und Frauen analysiert. Die Leiterinnen Petra Hellmich und Natascha Ettenauer stellten bei den Mädchen eine große Bereitschaft fest, soziale Schranken und klassische Rollenmuster aufzubrechen und in Zukunft Männer auch im Haushalt mehr in die Pflicht zu nehmen.

 

Bei Hermine Freitag und Angela Flaschner konnten die Mädchen in Rollenspielen aktiv Erste Hilfe üben. Vom Druckverband bei Blutungen über Feststellen der Bewusstlosigkeit und Reanimation bis hin zur stabilen Seitenlage wurden lebensrettende Sofortmaßnahmen in Notsituationen trainiert.

 

Der Unterschied zwischen einem Krankentransport- und einem Notarztwagen wurde anschaulich von Elisabeth Zwingraf und Peter Hofer erklärt. In der Schaufeltrage wurde probegelegen, Halskrausen und Beatmungsmasken wurden angelegt, Blutdruck gemessen, EKG und Blutzuckergeräte getestet. Zum Schluss waren auch die Worte Defibrilator und Perfusor keinem Mädchen mehr fremd. Die Mädchen durften sogar die Leitstelle besuchen und über die Bildschirme mit verfolgen, wo die Rettungswagen der Samariter gerade im Einsatz sind.

 

Highlight war aber wie immer die Präsentation der Rettungshundestaffel. Die Rettungshunde Shadow, Neo und Pia eroberten sämtliche Töchterherzen und die ehrenamtlichen Hundeführerinnen wurden mit Fragen überhäuft.

 

Beim Abschlussquiz gab es für alle Teilnehmerinnen ein eindeutiges ‚Sehr gut‘, und per Los wurden an drei der Mädchen schöne Preise verliehen. Zum Abschied gab es noch sehr positives Feedback: In besonders starker Erinnerung blieben das Beatmen der Übungspuppe, die Besichtigung der Rettungswagen und die ‚vielen feschen Sanitäter‘.

 

Der Wiener Töchtertag ist eine Veranstaltung der Frauenstadträtin Mag. Sandra Frauenberger in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien und dem Wiener Stadtschulrat, organisiert von der Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57).

 

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