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Von Luftballontieren und anderen Comic-Helden

Ein Highlight im Samariter-Flüchtlingsheim am Winkeläckerweg ist das traditionelle Sommerfest. Groß und Klein hatten dabei auch heuer die Gelegenheit, ausgelassen und an zahlreichen Stationen zu feiern. Hauptattraktion: eine Luftburg.


Bei sonnigem Wetter probierten die Besucher Seilspringen, danach standen Spielestationen unter dem Motto „Comics“ auf dem Programm. So bewiesen sich die Jugendlichen und Erwachsenen beim Volleyball-Turnier und Fußballzielschießen. Wer Lust hatte, konnte auch seine Basketballkünste unter Beweis stellen. Die Luftballontiere und das Kinderschminken begeisterten alle – sogar Erwachsene schummelten sich unter die Kids. Die Kleinsten konnten im Baby-Planschbecken das kühle Nass genießen. Stärkung gab es bei Musik am internationalen Buffet.

 

Zum Abschluss testeten alle ihr Wissen rund um „Comics“ und um den Winkeläckerweg beim Spiel „1, 2 oder 3“ – unsere Anita überbot dabei Michael Schanze um Längen. Und wie im TV durften sich dann alle coole Preise aussuchen.

Das Fest war ein voller Erfolg. Großer Dank geht an alle Unterstützer, im Speziellen an Herrn Ullrich vom Integrationskreis Floridsdorf, der die Luftburg gratis aufgestellt hatte, an Frau Röhrenbacher und ihre Tochter, die fürs Kinderschminken und die Luftballontiere sorgten, sowie an Frau Reitermayer, die die Schleckermäuler mit Eis versorgt hatte. Wieder wurde bewiesen, dass ein Miteinander der Kulturen und eine Integration durchaus möglich sind. Vor allem Kinder sind bekanntlich international.

 

Über das Haus Winkeläckerweg: Die bis zu 150 BewohnerInnen des Samariter-Flüchtlingshauses Winkeläckerweg sind Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Nationalitäten. Hier sind ausschließlich Familien untergebracht, wobei der Anteil der Kinder und Jugendlichen über 60 Prozent ausmacht. Das Betreuungsteam bemüht sich, den BewohnerInnen ein "normales" und selbstbestimmtes Alltagsleben zu ermöglichen. "Eine besondere Herausforderung ist es,Angebote zur Tagesgestaltung zu schaffen, da den AsylwerberInnen leider die Möglichkeit zu arbeiten gänzlich untersagt ist", erklärt Frey. Um einen Ausgleich zu Alltagstätigkeiten, wie Einkaufen oder Wäsche waschen, zu schaffen, bemühen sich die MitarbeiterInnen des Samariterbundes, Freizeitangebote für die BewohnerInnen zu organisieren.