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Große Freude der Mädchenmannschaft über die Trainingsmöglichkeiten


Das gemeinsam vom Samariterbund und dem lokalen Partner SSK umzusetzende Sportprojekt beinhaltet neben Trauma-Bewältigung und Gewaltprävention noch eine weitere wichtige Komponente. Junge Mädchen interessieren sich ebenso wie die Burschen sehr stark für den Fußballsport und würden ihn daher gerne selbst erlernen und in eigenen Teams spielen. Dies war bisher nicht möglich, denn dieser Wunsch der Mädchen scheiterte am Widerstand der Eltern, welche die Sportausübung von Mädchen als "unsittlich" ansehen. Bei diesem Projekt ist es nun gelungen diese Vorurteile und Einwände abzuschwächen, so dass in dem kleinen Dorf Alvani eine Mädchenmannschaft gegründet werden konnte.

Bei einem Besuch in Alvani konnte sich Irina Kldiashvili (Projektmanagement SSK) von den Trainingsfortschritten der Mädchenmannschaft überzeugen und sich darüber hinaus ausführlich mit den Mädchen über die bisher gemachten Erfahrungen austauschen. Viele Mädchen haben erzählt, dass es sie gerade zu Projektbeginn viel Kraft und Mut gekostet hätte an den Trainings teilzunehmen, da die Eltern von der Ausübung einer "Männersportart" nicht begeistert waren. Schon das Anziehen der Fußballshorts war anfangs ein Problem, aber die Mädchen konnten sich auch hier durchsetzen. "Ich will weiterspielen und den Eltern und dem Bruder beweisen, dass man auch als Frau im Fußball erfolgreich sein kann" erzählt eine junge Fußballerin, die regelmäßig an den Trainings teilnimmt.

Im Moment wird besonders hart und eifrig trainiert, denn die Teilnahme am großen Fußball Festival steht bevor und da möchte die Mädchenmannschaft aus Alvani ihr Können präsentieren.